Montag, 29. Juli 2013

Auf einem guten Weg


Das Warten auf den ersten Heimauftritt der Zweitligasaison 2013/2014 hatte ein Ende. Kurz nach 20 Uhr dröhnte Herbert Grönemeyer „Bochum“ durch das volle Stadion, die positive Spannung war zu fühlen und zu hören. Der nicht unbedingt erwartete Sieg in Berlin und die dort gezeigte Leistung lies die Bochumer Anhänger wieder träumen. Sogar die Tabellenführung war möglich, sieben Jahre nach dem letzten Aufstieg (ist das richtig?). 

Doch der Vorfreunde hängt in Bochum auch immer die Sorge vor dem Rückschlag an. Letztes Jahr folgte auf das 2:1 gegen Dresden am ersten Spieltag ein 0:4 in Paderborn. Mit Peter Neururer ist zwar mehr Optimismus eingekehrt, aber trotzdem das Bewusstsein geblieben, dass dies alleine nicht reichen kann und wird.


Bemerkenswert, wie schnell man in der Mannschaft Typen identifiziert hat, die zu passen scheinen. Luthe, Maltritz und Butscher sowieso. Aber auch Latza, Cwielong und Jungwirth scheinen schon voll integriert zu sein und auch Tasaka wirkt auf mich verbessert und freier. Dazu die jungen Holthaus, Fabian, Gymaerah, Reinholz, Bulut und Gündüz. Das Bild wird rund. Die beiden neuen Jelavic und Zahirovic haben das Potential für Überraschungen. Hoffentlich zum Guten. Alleine der Sturm macht noch Sorgen, aber hier soll sich ja auch was tun. 

Zurück zum Montagabend. Es lief wie geplant. Eine frühe Führung und der Ball lief gut. Dort mit zunehmender Spieldauer wendete sich das Blatt. Bochum kommt nicht zu Chancen und Dresden wird, notgedrungen, offensiver und stärker. Der Ausgleich folgerichtig und nicht unverdient, auch wenn uns ein unberechtigter Abseitspfiff ereilte. Bochum dreht nochmal auf, aber der Sturm einfach ohne Durchschlagskraft, auch wenn Tasaka und Cwielong starke Aktionen hatten. Das gibt zu denken. Holthaus und Freier aus verschiedenen Gründen abbauend. Das Publikum aber im großen und ganzen zufrieden. Man sieht, dass hier was wächst, man sieht das Potential und man sieht die Einstellung. 20.000 Zuschauer am Montagabend. 50% über dem kalkulierten Schnitt. Auch das ist gut.

Und darum stimmt es mich zwar etwas traurig, dass wir zwei Punkte haben liegenlassen und 4. statt 3., 2. oder 1. sind, aber mit dem Frankfurt-Ticket in der Tasche freue ich mich auf die nächsten Spiele und das was noch kommen wird. Der VfL ist auf einem guten Weg. Wann haben wir das in den letzten Monaten einmal sagen können.

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