Montag, 11. November 2013

Macht's noch einmal Richy und Uschi



Richy liebt...

Ich hatte das Vergnügen, nach dem letzten Höhenflug (2:0 in Fürth) die Kolumne schreiben zu dürfen und Geschichte wiederholt sich anscheinend. Ausgerechnet gegen Köln (sage ich Leverkusener) kann ich ein Spiel bejubeln, was wohl alle Bochumer im Stadion mitgerissen hat und den VfL erst einmal wieder in halbwegs anschauliche Tabellenregionen katapultiert hat. So sehr man verlorene Punkte aus den vier Pleitepartien hinzurechnen kann und damit an den Aufstiegsrängen kratzen würde, so sehr kann man auch aus den beiden letzten Siegen das Glück heraus rechnen und  wir stünden punktgleich mit unserem nächsten Gegner in den Abstiegsrängen.
 
Es war eine bundesligareife Stimmung, natürlich mitgetragen von den zahlreichen Gästefans, und richtigerweise haben Trainer und Spieler darauf hingewiesen, dass Mannschaft und Fans sich gegenseitig zum Sieg getragen haben, vor allem in der Abwehrschlacht zum Ende hin. Das Glück und die Sanftmütigkeit des Schiedsrichters haben wir uns verdient und Andreas Luthe schrammte ebenso knapp an Elfmeter und Platzverweis vorbei, wie Ujahs letzter Versuch an der Torlinie.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Ratlos aber nicht hoffnungslos


Auch der getestete neue Stürmer
aus Leverkusen erfüllte nicht
die Erwartungen des Trainer

Als ich am 17. September meine letzte Kolumne tippte hatte der VfL gerade 2:0 in Fürth gewonnen und an Platz 3 gekratzt. "Einfach ein gutes Gefühl, was wir genießen müssen und konservieren sollten" hab ich da geschrieben, die viel zu vielen Enttäuschungen in Erinnerungen, die uns der VfL in den letzten Jahren so beschert hat. Aber auch die unausgesprochene Hoffnung im Hinterkopf, die folgenden vier relativ leichten Spiele gegen Aalen, Sandhausen, Ingolstadt und Aue mit ein paar Punktgewinnen zu absolvieren und sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Mit zwei Siegen wäre man 6. gewesen mit sieben Punkten 4. und mit drei Siegen wohl 3. - Unglaubliche Null Punkte aus den Spielen und nebenbei das Pokalaus in Frankfurt lassen aber selbst den Hartgesottensten VfLer lethargisch aus der Wäsche gucken. 

Man kann einmal mehr das Gefühl bekommen, dass es egal ist, wer den VfL trainiert und welche Spieler unser heiliges Trikot tragen. Am Ende bleibt alles beim Alten. Viele Hoffnungen, genügend gute Ansätze, regelmäßiges Pech und vermeidbare Pleiten. Platz 16 ist weit unter dem Potential der Mannschaft und des Trainers. Aber dieses einmal steig abzurufen scheint in Bochum eine Ding der Unmöglichkeit zu sein. Gefühlt war das in der Saison 2006/07 bzw. in der Rückrunde 2010/11 zum letzten Mal der Fall.

Dienstag, 17. September 2013

Den VfL hab ich schon gewählt!


Halbzeitpfiff am 6. Spieltag der 2. Bundesliga. Der VfL liegt 0:2 gegen Paderborn zurück und in der Blitztabelle auf dem Relegationsplatz. Platz 16 wohlgemerkt. Zwei Halbzeiten später: Der VfL  führt 2:0 bei der SpVgg Greuther Fürth und steht auf dem Relegationsplatz (zumindest bis Montagabend). Allerdings dem besseren. Selten hat sich eine Leistungs- und Stimmungsschwankung so in der Tabelle niedergeschlagen.

Nun ärgern wir uns über die verlorenen Punkte in Frankfurt, gegen Pauli und Dresden, mit denen wir (in jedem Spiel ein Tor mehr oder ein Gegentor weniger) nun Spitzenreiter wären. Nun schauen wir auf ein optisch verlockendes Programm der nächsten vier Spieltag. Nun träumt man in Bochum wieder. Auch wenn es knapp in der Liga ist und wir sicherlich noch weit von einem Spitzenteam entfernt sind, dürfen wie den Moment und die Spannung genießen. Allerdings sollten wir nicht vergessen, wie schnell der Herbst auch kommen kann: Zwei Remis in den nächsten beiden Spielen und ein Pokalaus in Frankfurt...

Freitag, 9. August 2013

Urlaubsreif

"Eins kann ich garantieren: Diesmal werden wir die richtige Einstellung auf den Platz bringen. Ob es dann zu einem oder drei Punkten reicht, werden wir sehen", kündigte Peter Neururer an.   Quelle hier
"Eins kann ich garantieren: Diesmal werden wir die richtige Einstellung auf den Platz bringen. Ob es dann zu einem oder drei Punkten reicht, werden wir sehen", kündigte Peter Neururer an.

VfL beim FSV: Neururer: Einstellung ist garantiert - Lesen Sie mehr auf:
http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/sport/VfL-beim-FSV-Neururer-Einstellung-ist-garantiert;art737,2087264#2142530245

So Ihr Lieben, ich bin urlaubsreif. Am letzten Arbeitstag noch "schnell" nach Bornheim runtergedüst und mir das beeindruckende Spiel gegen die großen Frankfurter angeschaut... Es ist natürlich zu früh, um Parallelen zu ziehen und Bewertungen abzugeben, aber es war doch sehr ernüchternd.

Leider verfestigt sich meine Meinung zu Sukuta Pasu. Das war wieder mal gar nix. Auch Tiffert eine Katastrophe und zurecht früh ausgewechselt. Freier ganz schlimm und auch viele andere zu schlecht, wobei ich die jungen Spieler ausnehmen möchte. Es steckt zweifellos Potential in der Truppe, aber es muss Veränderungen geben. Wobei die Perspektivspieler beim 0:4 gegen Siegen wohl auch nicht überzeugt haben dürften...

Hinterfragt werden muss auch, warum MM4 die Elfmeter schießt und keiner der Stürmer. Weder Aydin noch Sukuta Pasu schnappt sich den Ball und macht das, was ein Stürmer auch um 20:19 Uhr in Frankfurt machen kann: Den Ball aus 11 Metern ins Tor ballern.

Jetzt haben sich die Vorzeichen ganz schnell wieder geändert. Sprach man vor der Partie noch von oben und sogar das böse Wort "Aufstieg" machte die Runde, muss man nun aufpassen, dass man nach den Spielen gegen Pauli und Düsseldorf wieder in anderen Sphären weilt..

Ich mache jetzt erst mal zwei Wochen Urlaub und komme rechtzeitig zum Düsseldorf-Spiel wieder zurück.
Bis dahin: Glück Auf!

Mein Tipp: VfL Bochum - FC St. Pauli 0:0

Donnerstag, 8. August 2013

Fremdgegangen - Schicht im Schacht?

Nach dem ungefährdeten, aber in einzelnen Bereichen unbefriedigendem, Pokalsieg beim Fünftligisten Bahlingen löste ich am Montag Teil 1 eines Versprechens ein und unterstützte Freund Peter bei der Pokalpartie seines MSV gegen Paderborn. Als Dank wurde ich angemessen im Zebrastyle ausgestattet.

Die Stimmung in Duisburg war, das darf man anerkennen, sehr gut. Über 17.000 Zuschauer sahen das Montagsspiel und feuerten ihr Team leidenschaftlich an. Mit gleicher Leidenschaft kämpften die Zebras und verloren sehr unglücklich mit 2:3.

Ich hoffe, das Fremdgehen sei mir verziehen. Und nach Duisburg kann man ja auch mal gehen, zumal es schade wäre, wenn dieser Verein, der ja in manchen Belangen dem VfL gar nicht so unähnlich ist, in der Versenkung verschwindet.

Freitag, 2. August 2013

Boarding completed



Mario Jelavic
Zum Monatsende ging es dann doch noch einmal rund in der Personalabteilung des VfL. Gleich drei Spieler kommen noch und komplettieren damit den Kader von Peter Neururer, der damit wohl sehr zufrieden sein dürfte. Zwar dürften noch ein paar Trainingseinheiten ins Land gehen, zumindest bis Ken Ilsö Larsen und Mario Jelavic zeitligafit sind, aber alle Spieler dürften motiviert sein, sich beim vfL weiter zu entwickeln. Als aktueller Nationalspieler wird Adnan Zahirovic zudem alles dafür geben im Kader Bosnien-Herzegowinas zu bleiben und sein Land erstmals zu einer WM zu führen.
 
Ken Ilsö
Alle Spieler haben einen Vertrag bis 2015 bekommen und sind (nahezu) ablösefrei gewesen. Der Marktwert von Jelavic (lt. transfermarkt.de hat er keinen professionellen Spielerberater sondern wird von einem Famileinmitglied beraten) wird auf 100.000 Euro taxiert, Zahirovic (Ablöse: 100.000 Euro) liegt bei 600.000 Euro und Ilsö bei 1 Mio. Euro.


Adnan Zahirovic
Mit Ilsö und Jelavic kommen zwei dringend benötigte Stürmer. Sukuta-Pasu konnte bisher nicht überzeugen und auch hinter Aydin stehen sehr viele Fragezeichen. Aus diesem Mix sollte Neururer schon bald verschiedene Sturm-Kombinationen zur Auswahl haben, um flexibel agieren und reagieren zu können. Zahirovic schließt die Lücke, die Kramer und Dabrowski auf der 6er-Position hinterlassen haben.


Nun kommt es nicht selten vor, dass Transfers dieser Größenordnung sich als Flop erweisen. Aber eingedenk der finanziellen Situation des VfL und dem Wettbewerb auf dem Transfermarkt darf man dem VfL vorab zu diesen Spielern gratulieren. Spannend wird, neben deren Leistung und Qualität werden, wie sich die Vertragssituation nach Ende der Saison verhält. Schlagen sie ein, stellt sich die Frage, ob sie 2014 für eine kleine Ablöse gehen oder sie zu einer Vertragsverlängerung bewogen werden können.

Zum Spiel am Samstag in Bahlingen bedarf es nicht vieler Worte. Hier muss ein klarer Sieg rausspringen. Vielleicht die Gelegenheit für Sukuta-Pasu ein Erfolgserlebnis feiern zu können.
 
 
Mein Tipp: Bahlinger SC - VfL Bochum 0:4
 
 
Spielerdaten Ken Ilsö Larsen:
Geburtstag: 02.12.1986 in Kopenhagen/DEN
Größe: 183 cm
Gewicht: 77 kg
Nationalität: dänisch
Bundesliga Spiele/Tore: 27/2
2. Bundesliga Spiele/Tore: 42/11
Relegation BL: 2/0
Superligaen/DEN Spiele/Tore: 71/19
Länderspiele/Tore: 2/0 (U21)
Frühere Vereine: Boldklubben Frem/DEN (bis 2004), SC Heerenveen/NED (2004-07), SönderjyskE/DEN (2007-09), FC Midtjylland/DEN (2009-12/10), Fortuna Düsseldorf (01/2011-13)


Spielerdaten Adnan Zahirovic
geboren 23.03.1990 in Banja Luka/BIH
Größe: 184 cm
Gewicht: 77 kg
Nationalität: bosnisch
Premier Liga/RUS Spiele/Tore: 32/4
Premijer Liga/BIH Spiele/Tore: 40/0
Wyschejschaja Liha/BLR Sp./Tore: 7/0
Länderspiele/Tore: 17/1, 5/1 (U21)
Auszeichnungen:
Bester Jugendspieler Bosniens (2007/08)
Frühere Vereine: NK Celik Zenica/BIH (bis 01/2011), Spartak Nalchik/RUS (01/2011-02/2013), FK Dinamo Minsk/BLR (02/2013-06/2013)


Spielerdaten Mario Jelavic
Geburtsdatum: 20.08.1993
Geburtsort: Split/CRO
Größe: 189 cm
Gewicht: 80 kg
Nationalität: kroatisch
1. HNL/CRO Spiele/Tore: 9/0
Länderspiele/Tore: 7/3 (U19), 4/0 (U18), 1/0 (U17)
Frühere Vereine: NK Omis/CRO (bis 02/2006), RNK Split (02/2006 - 08/2006), HNK Rijeka (2006-08), HNK Hajduk Split (2008-01/2013), Slaven Belupo Koprivnica (01/2013-07/2013)

Montag, 29. Juli 2013

Auf einem guten Weg


Das Warten auf den ersten Heimauftritt der Zweitligasaison 2013/2014 hatte ein Ende. Kurz nach 20 Uhr dröhnte Herbert Grönemeyer „Bochum“ durch das volle Stadion, die positive Spannung war zu fühlen und zu hören. Der nicht unbedingt erwartete Sieg in Berlin und die dort gezeigte Leistung lies die Bochumer Anhänger wieder träumen. Sogar die Tabellenführung war möglich, sieben Jahre nach dem letzten Aufstieg (ist das richtig?). 

Doch der Vorfreunde hängt in Bochum auch immer die Sorge vor dem Rückschlag an. Letztes Jahr folgte auf das 2:1 gegen Dresden am ersten Spieltag ein 0:4 in Paderborn. Mit Peter Neururer ist zwar mehr Optimismus eingekehrt, aber trotzdem das Bewusstsein geblieben, dass dies alleine nicht reichen kann und wird.

Es ist angerichtet

Viel besser konnte es nicht laufen. Nach dem Sieg und der guten Vorstellung bei Union Berlin hat der VfL jetzt die Chance, beim ersten Heimspiel der Saison gegen einen nicht übermächtigen Gegner den Sprung auf einen Aufstiegsplatz zu schaffen. Das Team scheint gut aufgestellt, bedenkt man die hohe Zahl an Ab- und Zugänge und wenn man darauf vertraut, dass der Knippser noch kommt. Auch die Rahmenbedingungen sind gut wie lange nicht mehr und die Fans lechzen nach Fußball im Ruhrstadion. So sollte die Kiste am heutigen Montag ordentlich voll und die Stimmung am oberen Level sein. Wollen wir hoffen, dass die Mannschaft die sprunghaft gestiegenen Erwartungen erfüllen kann.

Mit Mario Jelavic und Adnan Zahirovic hat der VfL jetzt noch zwei junge und vielversprechende Spieler verpflichtet. Ich sehe diese Verpflichtungen auch mit einem gewissen Maß an Skepsis, weil Spieler aus dieser Region (Achtung: Vorurteil) für mich immer den Makel des Söldners haben. Soll heißen, die Verbundenheit zum Verein und der unbedingte 100%-ige Einsatz fehlen womöglich. Mir persönlich wäre da Verstärkung aus Polen, Japan oder Dänemark lieber gewesen. Aber der Transfermarkt ist kein Wunschkonzert und ich vertraue mal auf die Verantwortlichen des VfL, es richtig gemacht zu haben und geben den beiden eine Chance. Ich lasse mich ja auch gerne eines Besseren belehren.

Auch auf die Jungen bin ich sehr gespannt: Gyamerah, Reinholz und vielleicht heute schon Fabian Holthaus. Vielleicht entwickelt sich ja wieder ein Sternchen am Bochumer Fußballhimmel.

In dem Sinne: Es ist angerichtet. Auf geht's Bochum!

Mein Tipp: VfL Bochum 1848 - Dynamo Dresden 2:1



Donnerstag, 18. Juli 2013

Zweite Bundesliga Stöckchen 2013/2014


 
Dein Verein heißt:
VfL Bochum

Wie lautet das offizielle Saisonziel, sofern es bekannt ist?
Mittelfeld (glaube ich)

Wie lautet DEIN Saisonziel für Deinen Verein?
Ruhiger Aufbau der Mannschaft, schnell Abstand nach unten, eine sich abzeichnende gute Entwicklung. Platz 8

Dienstag, 2. Juli 2013

Ruhiges Fahrwasser - Jetzt volle Kraft voraus!

Drei-Zwei-Eins und schon Meins!
Per 30. Juni ist der VfL weitestgehend in ruhigem Fahrwasser angekommen. Nur das Schiff ist noch nicht ganz auf Kurs und nicht in Fahrt. Soll heißen, dass die Themen Sportvorstand, Hauptsponsor und Goretzka durch sind und somit Planungssicherheit herrscht. Entgegen einigen besonders lauten und heftigen Äußerungen bin ich der Meinung, dass der Weggang von Goretzka zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist. Wenn jetzt ein so umfangreicher Umbruch erfolgt, dann hilft es nicht, um einen Spieler eine Mannschaft aufzubauen, der ein Jahr später weg ist. Also lieber jetzt die festgeschrieben Ablösesumme und ein paar Euros extra nehmen und damit noch einmal klug in ein-zwei Spieler investieren, die uns über mehr als zwei Jahre weiterhelfen können. Und mit Leon sollten wir unseren Frieden schließen. Er war sehr lange ein Top-Spieler in den jeweiligen Jahrgängen unseres Vereines und eng mit dem VfL verbunden. Er hat bei uns verlängert und dem VfL damit eine gute Ablöse gesichert (was man von einigen anderen Jungendspielern der letzten Jahre nicht sagen kann). Lasst uns hoffen, dass er seinen Weg geht und uns noch mal einen Ablösenachschlag beschert.

Samstag, 8. Juni 2013

Immer weiter MSV!



JETZT ERST RECHT - MSV!
Eines vorweg: Ich mag den MSV. Er ist dem VfL gar nicht so unähnlich. Eine übermächtige Nachbarschaft im Fußball, eine schwierige Situation der Stadt, ein Graue-Maus-Image, das man nicht ablegen kann und immer wieder wirtschaftliche Zwänge und sportliche Rückschläge, die verdaut werden müssen. Ein stetiger Kampf und Anerkennung und Fans. – Ich hab den MSV in den 80er-Jahren bei Spielen der Oberliga begleitet. Zu Viktoria Köln und dem VfB Langenfeld. Auch beim Pokalhalbfinalaus gegen den 1.FC Köln war ich dabei. Es schmerzt mich, ebenso wie viele andere Fußballfans an Rhein und Ruhr, zu sehen, wie der MSV nun abstürzt. Sollte es darum gehen durch Blutspenden, Retter-Shirts, Fan-Anleihen oder sonstigem Kram Fan-Gelder einzutreiben, würde ich mich engagieren. Wohlwissend, dass  der MSV damit noch lange nicht den Weg der Besserung beschreiten würde.

Dienstag, 28. Mai 2013

Ab in den Urlaub



Im Kalender ist für heute noch ein Termin eingetragen. Zum Glück kann ich den vor dem Fernseher wahrnehmen. Die vier Siege zu Neururers Rückkehr und das volle Stadion in den letzten drei Partien lassen fast vergessen, wie knapp der VfL am dem möglichen Abstieg vorbeigeschrammt ist. Ein einziges Pünktchen trennte und schließlich davon. Hätten die beiden sächsischen Teams am vorletzten Spieltag Remis gespielt, hätte es und erwischt. Wäre Sandhausen gegen uns kurz vor Schluss der Ausgleich  geglückt (was durchaus möglich war), hätten die Kölner ihr Spiel bei uns nicht verloren (was ebenso denkbar war), ständen und säßen wir heute zum Showdown an der Castroper Straße, um den VfL aus Osnabrück auszuschalten.

Freitag, 10. Mai 2013

Nach vorne! Zu guten alten Zeiten!



Jetzt haben wir den alten VfL zurück. Oberflächlich ein Gefühl, wie mit der Zeitmaschine gespielt. Tatsächlich aber die Erkenntnis, dass der VfL die in seinem Leitbild verankerten Werte und Ideale nun wirklich glaubwürdig lebt. Allen Widrigkeiten zum Trotz: Wir stehen in guten und in schlechten Phasen zueinander und treiben uns gegenseitig mit Herzblut immer aufs Neue an. Miteinander kämpfen wir immer mit vollem Einsatz, treten als verschworene Einheit auf und sind stets füreinander da.

Montag, 22. April 2013

Wir sind wieder hier, in unsrem Revier...

Der Aufsichtsratvorsitzende hörte sich geduldig
fachmännische Kommentare an...
Es ist schon alles gesagt. Berichte und Kommentare überschlagen sich. Letztendlich ist die Botschaft so einheitlich wie eindeutig. Mit Peter Neururer ist alles zurückgekommen, was man beim VfL zum Teil lange vermisst hat: Erfolg in Form von 6 Punkten aus zwei Spielen, Euphorie in Form von 26.000 Zuschauern statt knapp 10.000, Leidenschaft die zwischen Tribünen und Spielfeld hin und her schwappt. Bochum genießt den Augenblick. Die Zukunft kommt schon noch früh genug.

Ich konnte sowohl gegen Aue als auch gegen Pauli die Stimmung in der revirpower-Lounge miterleben. Es herrschte ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mag man zu den VIPs stehen wie man will, am Freitag war auch dort eine Stimmung zu fühlen, die einerseits begesitert und andererseits entspannt anmutete. Im Rausch (doppeldeutig) konnte  ich nach dem Spiel u.a. mit Frank Goosen und Hans-Peter Villis sprechen. Auch diesen beiden VfL-Fans war ein mächtiger Stein vom Herzen gefallen. Die absolute Verzweiflung war einer neuen Hoffnung gewichen. Ein solches Spiel dürfte auch allen anwesenden zweifelnden Geldgebern des Vereines Nahe gegangen sein und könnte, wenn die Saison oberhalb der Linie abgeschlossen wird, Futter für die Goldesel gewesen sein. Da war selbst dort oben VfL-Feeling pur zu spüren. Und auch von vielen bekennenden Nicht-Fußball-Interessierten erhielt ich heute ungewohnten Zuspruch. Der VfL scheint doch bei vielen im Herzen zu schlummern.

Freitag, 19. April 2013

Die Geister die ich rief...

Unvorstellbar, was sich in Bochum die letzten Tage getan hat. Ein Schnäuzer küsst eine ganze Stadt wach, die seit vielen Monaten in fußballerischer Lethargie dem Untergang entgegenschlich. Der obligatorischen Anfangseuphorie nach dem 2:1 am ersten Spieltag vor 16.000 Zuschauern gegen Dresden  folgte wenig erbauliches. Ein Zwischenhoch zum Jahresende mit einem 3:0 vor 20.000 Zuschauern im Pokalachtelfinale gegen 1860 wirkte nur bis zum ersten Spiel des neuen Jahres. Zuletzt verloren sich keine 10.000 regulären Zuschauer im Schmuckkästchen. Wenn Opel dicht macht, können wir den VfL in Bochum gleich mit beerdigen. Ergänzend dazu die sich häufenden Meldungen über wirtschaftliche Schwierigkeiten an der Castroper. Sponsoren springen ab oder kürzen ihr Engagement. Neue Partner standen nicht gerade Schlange.

Samstag, 6. April 2013

Sprachlos in den Untergang

Der A-Block versuchte es mit Galgenhumor
Da platze mir leider der Kragen. Als im VIP-Raum nach dem Spiel die Übertragung der Presskonferenz lief und der Pressesprecher des VfL erklärte, dass die Spieler keine Statements mehr abgeben werden, musste es raus. Noch nicht mal mehr den Arsch in der Hose um sich der Situation zu stellen. Meine emotionale Offenbarung war so laut und vehement, dass ich (nachdem ich mich wenige Minuten im leeren Stadion abgekühlt hatte) von einigen VIP-Gästen deutlichen Zuspruch erhielt. 

Selbst Aufsichtsratschef Hans-Peter Villis kam an meinen Tisch um mit mir ein paar Worte zu wechseln. Er versuchte erst gar nicht irgendwas zu beschönigen. Das Gespräch hinterließ bei mir allerdings das Gefühl, dass beim VfL nicht nur sportlich ungebremst hinunter geht sondern uns auch noch Sorgen und Probleme ganz anderer Art ins Haus stehen. Villis, der im Leben schon in ganz anderen Ligen gespielt hat, stand die Hilflosigkeit ins Gesicht geschrieben. Zumindest glaube ich, diese gelesen zu haben. 

Donnerstag, 4. April 2013

Überlebenskampf

"Scheiß egal, wenn mal wieder ein Rückschlag kommt", der VfL ist auf einem guten Weg. Sagte Trainer Neitzel nach dem Sieg bei 1860 München. Zukünftige Kritik könne man "ganz cool abtropfen lassen", die "tolle Truppe" sei "charakterstark, überragend".

Vielleicht hat man beim VfL die Meinung mittlerweile etwas korrigiert, vielleicht hat zuletzt Peter Neururer den Finger in die Wunde gelegt: "In der Öffentlichkeit versuchen die Verantwortlichen die Lage schön zu reden und behaupten immer noch, dass die sportliche Entwicklung in Ordnung ist. Das ist meiner Meinung nach der ganz falsche Ansatz, denn so schlimm stand es um den VfL noch nie", so der ehemalige Trainer in der WAZ.

Dienstag, 19. März 2013

Angst essen Seele auf


Selbst mein Sohn als Einlaufkind brachte kein Glück...
Was soll jetzt noch helfen ???
Die 111. Westline-Kolumne, Die Woche eines neuen Papstes und der holprige Wechsel von Winter auf Frühling. Alles Steilvorlagen für einen kreativen Beitrag, aber mir geht es nicht anders als unserer Offensive. Ich kann die Vorlagen nicht verwerten und das Ding reinmachen…

Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen kann ich diesmal die Einschätzungen teilen, dass wir eine gute Leistung gezeigt, das Spiel dominiert und genügen Chancen herausgespielt haben. Leider war es wieder so, dass unsere Stürmer nicht gut genug und die Mittelfeldspieler nicht glücklich genug waren. Rzatkowski, Goretzka und Tasaka fehlte einfach das Quäntchen. Und hinten war es dann mal wieder der individuelle Fehler, der uns letztendlich das Genick brach.

Donnerstag, 14. März 2013

Habemus assultandum

Ob weißer Rauch über der Geschäftsstelle des VfL in die Luft stieg, ist nicht übermittelt. Aber der VfL konnte Mitte der Woche verkünden "Wir haben einen neuen Stürmer".. Und mit seiner Verletzungshistorie passt der 24-jährige Franzose mit marokkanischen Wurzeln nahezu perfekt ins Bochumer Krankenlager. Im letzten Jahr war ein Wechsel von Erfurt nach Kaiserslautern im Gespräch. Dass nun der VfL den Zuschlag des ablösefreien Spielers bekommen hat, ist überraschend. Wir sind gespannt, ob er sich besser durchsetze kann als Engelbrecht, Scheidhauer und Co.
 
 
Vorher aber geht es gegen den fast schon sicheren Aufsteiger aus Braunschweig, der nach einer kleinen Schwächephase am letzten Wochenende im Spiel gegen Verfolger Kaiserslautern ein 1:1 erkämpfte. Die Jägermeister-Truppe wird alles daran setzen, die noch fehlenden Punkte einzuholen.

Donnerstag, 7. März 2013

Raus mit Applaus - Runter aber munter und bei Alten Besen weiß man, wie sie kehren

Trostlos in Ingolstadt
Trotz ansprechender Leistungen war die letzte Woche mit ihren drei Spielen unterm Strich von wenig Erfolg gekrönt. Nach dem unglücklichen 2:2 gegen Duisburg schieden der VfL und die fast 3.000 mitgereisten Anhänger in Stuttgart aus dem Pokalwettbewerb aus und am Samstag holte man einen torlosen Punkt auf dem Betzenberg. Mehr wäre drin gewesen, aber es gab zu wenig Torchancen, die dann nicht genutzt wurden und das eine erlösende Tor vom Schiedsrichter unberechtigter Weise zurückgepfiffen wurde. So musste man mit ansehen, wie die Kellerkonkurrenz fleißig punktete und besonders der MSV und Dresden Befreiungsschläge gegen die Aufstiegsfavoriten aus Berlin und Braunschweig einfuhren. Auch Pauli und Sandhausen gewannen und machten das Tabellenbild für den VfL nicht besser. Zwar liegt der VfL in der Rückrundentabelle immer noch auf Platz 3, aber im Gesamtbild sind es nur noch zwei Punkte auf Dresden und Aue, die beiden am Wochenende aufeinandertreffen. Die Erzgebirgler scheinen im Moment wohl im freien Fall zu sein. 

Montag, 25. Februar 2013

Über Stuttgart ...

Nun ist es soweit. Das (erste von hoffentlich drei) "Spiel des Jahres" vor der Brust, am Mittwoch geht es ins Ländle zum Pokal-Viertelfinale beim VfB. 10 Jahre nach dem letzten Viertelfinalauftritt des VfL (3:4 i.E. gegen Kaiserslautern) und 25 Jahre nach dem letzten Pokalfinale macht sich leise Hoffnung rund um die Castroper breit. Sogar ein eigener Schal wurde entworfen und den 2.500 Auswärtsfahrern quasi zum Selbstkostenpreis angeboten.

 
Das Spiel gegen den MSV Duisburg ist abgehakt. Es war keine schlechte Leistung des VfL. 17 Flanken, 8 Ecken, 11 Torschüsse sind ok. Der Sonntagsschuss von Perthel in der 89. Minute war dann schlichtweg etwas von dem Pech, was unser Gegner (1860) in der Woche zuvor in Masse hatte.

 

Mittwoch, 20. Februar 2013

Und jetzt mal 11 gegen 11...



Bereit fürs Rückspiel...
Wie groß der Stein war, der den Bochumern am Freitag vom Herzen gefallen war, lässt sich auch aus dem Interview mit Trainer Neitzel direkt nach dem Spiel erahnen. Aufgrund meiner letzten Einlassungen in der westline-Kolumne hatte sich sogar ein Verantwortlicher des VfL gemeldet. In einem fast halbstündigen Telefonat konnten wir die Einschätzung der allgemeinen Situationen und besonders der Bewertung des Regensburg-Spiels austauschen. Auch dies hat deutlich gemacht, dass die Stimmung im Umfeld beim VfL genau registriert wird.  

Dienstag, 12. Februar 2013

Aschersonntag


Man kann sich Karneval leider
nicht alles schön trinken..
Es gibt Spiele, da weiß man schon nach wenigen Minuten, dass es kein gutes Ende nehmen wird. So am Sonntag. Den Karnevalsumzug in Leverkusen hatte sich noch nicht ganz formiert, da wurden mir und gut 10.000 anderen Jecken im Ruhrstadion von Beginn an ein Festival der Unzulänglichkeiten geboten. 27% Fehlpassquote, drei Torschüsse und erst in der 85. Minute die einzige Ecke für das Heimteam. Wohlgemerkt gegen den Tabellenletzten. Was ein Grauen. Und nein, die vertretbare rote Karte gegen war nicht die Schlüsselszene des Spiels. Der VfL war vorher und nachher gleichermaßen ideenlos, vollkommen hilflos in den Kreativ- und Offensivabteilungen.

Freitag, 1. Februar 2013

Bochumer können auch andersherum rechnen

Endlich vorbei die Winterpause, Jahresaufgalopp in der Ostalb, wo zum traditionellen Römerlager und den Jazztagen jeweils rund 12.000 Gäste kommen. Zum heimischen Fußballverein pilgern solche Massen nur, wenn es gegen Kaiserslautern oder Köln geht und die Gäste entsprechende Horden mitbringen. Das letzte Heimspiel gegen den MSV Duisburg besuchten gerade einmal 4.500 Menschen. Und das trotz einer mehr als respektablen ersten Zweitligasaison des VfR. Vor dem 0:1 gegen den MSV standen sie auf Platz 5. Am heutigen Freitagabend werden 90% die fleißigen Menschen aus der Stadt mit dem Adler und dem Aal im Wappen wohl auch besseres zu tun haben als sich den Auftritt des Rückrundentabellenführers anzuschauen. 6.000 Zuschauer werden erwartet.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Werner Altegoer

Werner Altegoer ist gestorben.
Im Alter von 77 Jahren verabschiedete er sich von seinem VfL, den er viele Jahre als Präsident und Aufsichtsratsvoristzender leitete. Ohne jeden Zweifel hat Werner Altegoer größten Anteil daran, dass der VfL Bochum ein professioneller Fußballverein geblieben ist. In schwierigen Zeiten und unter schwierigen Bedingungen hat er den VfL oben gehalten.
Ich hatte die Freude, ihn persönlich kennenzulernen. Nach einem Interview im Sommer 2010 habe ich noch mehrfach kurz gesprochen. Werner Altegoer war ein Geschäftsmann vom alten Schlag. Er hatte Prinzipien und immer verantwortungsvoll. Gerade auch mit Blick auf den VfL und die Menschen beim VfL.
Ein trauriger Tag für den VfL Bochum. Werner Altegoer, Danke für Dein Wirken für den VfL!
Kondolenzbuch des VfL hier

Dienstag, 8. Januar 2013

Winterpause

Ich fühle mich wie Roland Wohlfahrt im Winter 94/95, setze aber auf natürliche Gewichtsregulierung bis Ende März. Ich hab ja Zeit. Gute Vorsätze und Wünsche fürs neue Jahr hab ich trotzdem. In einem Kurzurlaub im Harz konnte ich der verzauberten Schildkröte in der Iberger Tropfsteinhöhle über den Rücken streichen und mir was wünschen. Da die Zwerge dort nicht auf Reichtums-Wünsche stehen, hab ich einen Sieg beim VfB Stuttgart angebracht. Ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Wenn das klappt, muss ich bis Ende Mai wohl noch zwei Mal in den Harz fahren. Mach ich aber gerne.
 
Das erste Testspiel ist tatsächlich ohne Verletzungen über die Bühne gegangen. Toski, Freier, Luthe, Ortega,.. alle dabei und auf eigenen Füßen den Platz verlassen. Schade, das Dabrowski die wettkampfreie Zeit nicht unverletzt überstanden hat. Vielleicht reicht es bei ihm ja bei Ende Februar zum erwähnten Wunder und der Erlegung des Bruno-Bärens.