Dienstag, 28. Februar 2012

John O'Kean: Celtic Soccer Crew

Wer sich, wie ich, erhofft, mit diesem Buch auch etwas eindringen zu können in die Tradition des Clubs, die Liebe seiner Anhänger, die Rivalitäten und das Umfeld, der wird, wie ich, schwer enttäuscht werden. Das Buch ist eine Abfolge von Geschichten über Schlägereien. Damit nicht langweilig genug, werden die Storys immer nach dem gleichen Schema F erzählt: Es trafen sich 30 (oder 40, 50 oder 80) gute Celtic, fuhren nach Aberdeen, Edinburgh oder sonstwohin, trafen sich am Bahnhof oder im Pub und trafen dann auf 30, 50 oder 70 Casuals der Gegenseite. Es flogen Gläser, Flaschen, Barhocker bzw. es wurde sich mit Billiardqueus, Zaunlatten oder Barhocker bewaffnet. Schlägerei, Polizei, ein bis zehn Festnahmen und nächstes Kapitel. Das Ganze nur unterbrochen durch ein paar Polizei und Knastaufenthalte. Einzig interessantes Kapitel: Die Fahrt zur WM 1990. Aber nicht wegen Schlägereien, sonder wegen der Abenteuerlichkeit, mit zwei "kriminellen" Kreditkarten rumzureisen. Schade um die Lesezeit.

Thema: +++
Lesbarkeit: ++
Orginalität: +
Kult: +
Preis: ++
 
John O'Kane: Celtic Soccer Crew

Broschiert: 258 Seiten
Trolsen Communicate; Auflage: 1 (13. November 2009)
Sprache: Deutsch
Preis: 12,90 Euro

Sonntag, 26. Februar 2012

1000 mal geführt - Fußball ist auch Kopfsache

Das war eine Anfangsphase zum erwärmen. Der VfL hielt gegen Fürth nicht nur dagegen sondern übernahm die Initiative und ging mit einem feinen Spielzug (Delura auf Inui) mit 1:0 in Führung. Doch wie schon in den letzten Spielen gegen die großen dieser Welt (Düsseldorf, Bayern, St. Pauli) reichte eine Führung nicht zum Erfolg. Viel schlimmer noch, nach den Verletzungen von Delura und Aydin, einem Eigentor von Vogt und letztendlich noch einer Gelb-Roten Karte für Toski kam der der VfL gehörig unter die Räder. Deutlicher konnte der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht aufgezeigt werden.

Neben den Erklärungen zu individuellen Stärken und vor allem Schwächen einzelner Spieler, scheint nicht nur für das Ergebnis sondern auch für die Entwicklung des Kaders eine entscheidende Frage zu sein, wie frisch einige Spieler im Kopf sind. Trolli-Arena schien ja den einen oder anderen zu inspirieren (Trolle sind, als negative Gegenstücke zur Feen und Elfen, oft schadenbringende Geisterwesen in Riesen- oder Zwergengestalt). Vielleicht haben die Verletzungen von Delura und Aydin den einen oder anderen Mitspieler geschockt, aber das darf natürlich kein Grund dafür sein, sich so abfertigen zu lassen. Vollkommen indiskutabel sind die Auftritte von Toski, Freier, Vogt und letztendlich auch Luthe (hier ein schönes Bild), die in grob fahrlässiger Weise Platzverweise Sperren riskiert und zum Teil auch verdient bekommen haben. Auch hier muss das Trainerteam ansetzen und den Jungs nicht nur taktische Disziplin beibringen. Sonst wird das nix.
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Dienstag, 21. Februar 2012

Fastenzeit

Nach dem ausgefallenen Alstervergnügen nun also Karneval in Bochum. Ordentlich Stimmung war ja in der Hütte und das Spiel hatte einen hohen Unterhaltungswert, viele Aufreger und das glückliche Ende für uns. Der VfL ist damit das beste Team der 2. Liga seit dem  16. Spieltag  (wobei  1860 mit einem Nachholspiel noch an uns vorbei ziehen kann), ohne aber der Spitze wirklich näher gerückt zu sein. Trotzdem ist diese Entwicklung nach dem bisherigen Saisonverlauf und dem zwischenzeitlich letzten Platz versöhnlich und erfreulich.

Freitag, 10. Februar 2012

Auf der Reeperbahn sonntags nach eins...

Der durch das Premierentor von Nikoloz Gelashvili erfolgreich abgeschlossene Jahresauftakt mit dem 2:1 gegen Hansa Rostock hat Bochums Rolle im Niemandsland der Tabelle verfestigt. 12 Punkte nach unten, 15 Punkte nach oben. Die beiden Relagationsränge sind weit entfernt. Und so kann sich der Trainer weiter darin üben, die Mannschaft weiter zu entwickeln und ein Team für die neue Saison aufzubauen. Die Fans können vor allem die anstehenden Auswärtspartien und die Duelle gegen die Top-Teams geniessen. Nach Hamburg folgen Fürth, Paderborn und Frankfurt. Dazwischen noch das Spiel an der Wedau.