Donnerstag, 27. Oktober 2011

Immer Ärger mit dem Ex

Zuerst bekam Slawomir Freier die Rache seines Ex zu spüren. Mit Delron Buckley spielte er zwischen 1999 und 2004 beim VfL, bevor der Südafrikaner fast nach Manchester, aber immerhin nach Bielefeld, wechselte. Über Dortmund, Basel, Mainz und Famagusta landete der 33-jährige zuletzt beim KSC und zu allerletzt in den Bändern von Freier, für den das Jahr 2011 damit fußballerisch gelaufen ist. Ausgerechnet Freier, der bereits Anfang des Jahres einen Innenbandriss im Knie (ebenfalls von einem Ex zugezogen) auskurieren musste.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Falsch und richtig

Manchmal stelle ich mir die Frage, ob es eigentlich Vereine gibt, die es einfach nur richtig machen. Mir schwirren immer wieder Journalistenaussagen, Foreneinträge und Kommentare aus dem Stadion im Kopf herum, bei denen es darum geht, dass bei Verein x ja alles super ist und Verein y aus den bescheidenen Mitteln mehr als das Optimum herausgeholt hat. Über den VfL sprach man zuletzt 2003 so. Damals tanzte in Bochum nicht nur der Trainer. Danach ging es bekanntlich, mit kurzen Unterbrechungen, allerdings immer mehr bergab. Heute ist nicht mehr viel übrig geblieben von dem Unabsteigbaren, dem Immer-Direkt-Wiederaufsteigen und dem Unbeugsamen. Der VfL ist Zweitligamittelmaß und er hat auf dem Weg dorthin in den letzten Jahren vieles von dem kaputt gemacht, was er in 100 Jahren Fußball an der Castroper Straße mühsam aufgebaut hat. Bochum ist auf der deutschen Fußballlandkarte kleiner und blasser geworden. Das ist traurig und schmerzhaft, aber letztendlich ist es nichts anderes als fast unweigerliche Lauf der Dinge für einen Verein dieser Struktur und Größenordnung sowie unter den geographischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ein Blick in die Runde der Mitkonkurrenten lässt erkennen, dass andere Clubs ein ähnliches Schicksal ereilt hat und sie ebenfalls nicht geschafft haben, aus ihren kurzfristigen Erfolgen und ihren gegenüber dem VfL zum Teil überragenden besseren Möglichkeiten über einen längeren Zeitraum hinaus einen Schub zu erfahren und sich dauerhaft eine besser zu stellen und dort zu etablieren.