Dienstag, 9. August 2011

VfL zum abgewöhnen - Funkels Versagen

Mit Einblenden der Mannschaftsaufstellung war der gestrige Abend für mich schon gelaufen. Es fehlt mir einfach die Phantasie mir vorzustellen, wer denn in dieser Teamkonstellation in der Lage ist, offensiv was auf die Beine zu stellen. Was dann folgte, war ein VfL Bochum zum abgewöhnen, eine Strafe für alle Anhänger (besonders für diejenigen, die schon wieder an die Ostsee gefahren sind, und vor allem der letze noch fehlende Beweis, dass Friedhelm Funkel als Trainer gescheitert ist.

Wenn man sich von einem Gegner, der in allen Mannschaftsteilen so schwach besetzt ist, derart unter Druck setzen lässt, ihm so viel Raum und Möglichkeiten bietet und ihm nichts, aber auch rein gar nichts entgegenzusetzen hat, dann muss man der Realität ins Gesicht sehen und feststellen, dass der VfL ganz weit weg ist vom Ziel Aufstieg.

Mit acht defensiven Spielern auf dem Platz darf man sich nicht wundern, dass sich das Spiel in der Bochumer Defensive abpielt. Vorne verhungert ein Aydin, der in seiner Verzweiflung versucht, die Bälle an der Mittellinie zu holen, um aber dann festzustellen, dass er ja gar keinen Anspielpartner hat. Kefkir und Federico waren blasser als die Ostseeurlauber nach drei Wochen Dauerregen und von Dabrowski und Vogt kam überhaupt nichts, was das Prädikat "Gefahr nach vorne" bekommen könnte. Destruktiver geht's nicht.

Das Bönig gegen so einen Gegner zweimal gelbwürdig einsteigt, spricht vor allem gegen Bönig. Das die Rostocker ein halbes Dutzend gute Torchanchen produziert spricht gegen die Bochumer Defensive, dass der VfL keine einzige Torchance hatte, spricht in besonderem Maße gegen den Trainer. Wer Kramer, Ginczek und Inui auf der Bank lässt, der will offensichtlich keine offensiven Akzente setzen. Der darf aber auch nach dem Spiel sich nicht darüber auslassen, dass das Team ja zu wenig nach vorne zustande gebracht hat.

Ich bin, wie so viele andere, restlos bedient vom System Funkel. Vielleicht sollte der Sportvorstand mal klare Worte in seine Richtung loswerden und nicht nur (berechtigterweise) die Mannschaft in die Pflicht nehmen. Mit so einer Aufstellung kann einfach nichts Besseres passieren als ein Tor in 4 1/2 Stunden. Und wenn man ehrlich ist, der VfL hätte in Rostock verlieren müssen und gegen den FSV Frankfurt nicht gewinnen brauchen. Dann wären wir mit einem Punkt am Ende. Dann wäre die Tabelle ehrlicher.

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