Montag, 19. Dezember 2011

Träumen verboten - Pokal-Achtelfinale gegen die Bayern

Bochum scheint elektrisiert zu sein. Alle träumen von der Pokalsensation. Vergangene Schlachten und alte Helden werden bemüht. 1968 bezwang man die Bayern im Halbfinale mit 2:1. 1982 war man nochmal knapp dran. Dieses Mal siegten die Bayern im Halbfinale glücklich und, wie es die Legende sagt, durch tatkräftige Unterstützung des Schiedsrichters mit 2:1. Am Dienstag soll es wieder knapp werden. Ein Pokalfight vor ausverkauftem Haus und unter Flutlicht. Alles ist vorbereitet und nur die Hauptakteure müssen noch ihre Leistung bringen...

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Ein Spiel, das keinen interessiert...

Wenn am Samstag um 13:00 Uhr in Bornheim ein Pfiff ertönt, dann dürfte das nicht viele interessieren. Naturgemäß kommen nicht viele Zuschauer zu den Heimspielen des FSV Frankfurt, beim letzten Auftritt gegen Paderborn waren es 2.800... - Das wundert nicht, den der FSV hat noch keines seiner (bisher neun) Heimspiele in dieser Saison gewinnen können. Der VfL kommt mit der "Empfehlung" von zwei Auswärtssiegen nach Frankfurt und verschwendet natürlich wenig Gedanken an das Spiel am Samstag. Denn am Dienstag kommt der FC Bayern nach Bochum und da will man natürlich was zeigen. Das macht für mich keinen Sinn, ich will, dass der VfL in Frankfurt einen Sieg einfährt und in der oberen Tabellenhälfte überwintert. Ein Saisonziel, dass plötzlich eine neue Qualität hat.

Sportsgeist statt Geisterspiel

Mein Ticket:
Block 30, Reihe 1, Platz 26
Gegen die Zerstörung der Vereine durch Krawallmacher und Pyroschwachmaten.
Ich hab ein Geisterspiel-Ticket geordert und hoffe, dass die Aktion dem FC Hansa hilft, gemeinsam mit vielen anderen die Probleme in den Griff zu bekommen.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Hinrundenfazit

Der Schein trügt...
Wenn vor der Saison gesagt worden wäre, der VfL gewinnt das letzte Hinrundenspiel mit 6:0, dann hätten alle freundlich genickt und die Vorstellung gehabt, der Aufstiegsfavorit würde damit an der Ligaspitze überwintern und zudem ein überragendes Torverhältnis aufweisen. Die Realität ist aber eine andere. Der Sieg gegen Aue vermag der gebeutelte VfL-Seele nur ein wenig vorweihnachtlichen Trost spenden. Zu gruselig waren die allermeisten der 16 Spiele zuvor und zu ernüchtern ist der Blick auf die Statistik. Gegen die führenden sieben Teams der Tabelle (und dazu gehören auch Paderborn, Braunschweig und Union Berlin) konnten die Bochumer keinen einzigen Punkt holen und mit 3:20 eine mehr als ernüchternde Torausbeute vorweisen. Somit liegen das Aufstiegs-Relegationsteam mit 20 Punkten auf Platz 10 der Tabelle und 16 Punkte vom letztjährig erzielten Tabellenplatz entfernt. Zum Vergleich: 2010/2011 war der VfL zur Halbzeit mit 28 Punkten auf Rang 8 und "nur" 5 Punkte von Rang entfernt. In diesem Jahr ist die Spitze der Liga nicht nur Stärker sondern auch breiter. Fortuna Düsseldorf scheint nichts aufzuhalten, auch Frankfurt, Fürth und St. Pauli spielen weitgehend konstant. Paderborn überrascht Woche für Woche, ähnlich wie Aue im letzten Jahr. Selbst wenn der VfL ein Stückchen besser gewesen wäre, der Aufstieg wäre trotzdem noch unendlich weit weg.

Dienstag, 29. November 2011

Winter statt Herbst

Der goldene Herbst war dann doch nur eine kurzzeitige Wetterberuhigung. Binnen einer Woche ist grauer und tiefster Winter eingezogen mit frostigen Temperaturen und trüber (Aus-)Sicht. Wieder einmal Unbegreifliches ist geschehen und auch der sechste Trainer innerhalb von zwei Jahren scheint an einer Mannschaft zu verzweifeln, die nicht in der Lage ist, Zweitligamittelfeldmannschaften in Bedrängnis zu bringen, geschweige denn mal ein mitreißendes Spiel an den Tag zu legen. Die einzige Konstante beim VfL scheinen wieder einmal die Kommentare der Verantwortlichen nach den Spielen zu sein. Man habe sich ja viel vorgenommen, habe nicht ins Spiel gefunden, sei sehr enttäuscht und es müsse unbedingt eine Reaktion erfolgen. Der Verein demontiert sich Woche für Woche selbst und das Spiel des Jahres am 20. Dezember wird nichts anderes werden als der Gnadenstoß eines verlorenen Jahres. Und "nein", lieber Kapitän Dabrowski, dass war in Braunschweig kein Spiel zum vergessen. Die Fans und wohl besonders die Spieler haben in den letzten Monaten schon viel zu viel vergessen. Ich halte es da ganz mit Bismarck: Vielleicht irgendwann einmal vergeben. Aber vergessen werde ich das zuletzt Gebotene niemals.

Sonntag, 20. November 2011

Das Leben der Anderen

Am Montag zu Gast im VIP-Bereich...
Aufhorchen lassen derzeit der FC Ingolstadt und RB Leipzig. Den Sachsen ist es gelungen, die Leipziger Fußballfans zu gewinnen. 34.000 Zuschauer beim Pokalspiel gegen Augsburg und zuletzt knapp 17.000 Zuschauer beim Liga-Spitzenspiel gegen Kiel. Sponsor Red Bull wird es mit Freude sehen. Der Weg in Richtung Bundesliga wird wohl nicht aufzuhalten sein. Zwar werden die Meisten das Red Bull Modell nicht mögen, unstrittig ist aber, das Leipzig eines Bundesligisten würdig ist und die traditionellen Club Lok und Chemie es einfach nicht geschafft haben, das Potential der Region umzusetzen. Leipzig unterscheidet sich damit von Wolfsburg und Hoffenheim.

Mittwoch, 9. November 2011

Pokalspiel VfL-Bayern am Dienstag um 19 Uhr

Das Pokalspiel des VfL gegen den FC Bayern ist nicht das ARD-TOP-Spiel und findet am Dienstag, 20. Dezember um 19 Uhr statt. Die ARD überträgt das Bundesliga-Duell Gladbach - Schalke live. Das vermeldet zumindest die WAZ.

Und hier die Ansetzungen. Shcade, zwei Spiele live, aber ohne uns. Das haben wir uns mit dem miesen Saisonstart aber wohl selber versaut...

Di., 20. Dezember 2011, 19:00 Uhr:
1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther Fürth
VfL Bochum 1848 - FC Bayern München

Di., 20. Dezember 2011, 20:30 Uhr:
1899 Hoffenheim - FC Augsburg
Fortuna Düsseldorf - Borussia Dortmund (live im ZDF)

Mi., 21. Dezember 2011, 19:00 Uhr:
Hertha BSC Berlin - 1. FC Kaiserslautern
Holstein Kiel - FSV Mainz 05

Mi., 21. Dezember 2011, 20:30 Uhr:
VfB Stuttgart - Hamburger SV
Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04 (live in der ARD)



Dienstag, 1. November 2011

München II und München I

Löwen-Erlebnis VIP-Loge


Nach dem Zittersieg gegen Aachen darf der VfL nun aus dem Niemandsland der Tabelle heraus die nächsten Spiele bestreiten. Kommender Gegner sind die Münchner Löwen, die nach fünf sieglosen Spielen incl. Pokalaus am letzten Wochenende ein deutliches 3:0 in Duisburg einfuhren. Das Torverhältnis von 28:21 spricht Bände über Stärken und Schwächen der 60er und wir dürfen auf ein Ingolstadt-Revivel hoffen. Spannend wird sein, wie sich die zuletzt extrem schwächelnde Bochumer Außenverteidigung gegen Kevin Volland und Bejamin Lauth präsentiert. Kopplin und vor allem Ostrzolek würde eine Pause gut tun, allerding fehlt es Trainer Bergmann momentan an Altenativen. So bleibt zu hoffen, dass vorne mindestens ein Tor mehr fällt, als Luthe kassiert.

Ich darf das Spie aus er Allianz-VIP-Loge aus verfolgen, was natürlich einige Annehmlichkeiten mit sich bringt. Ich hoffe die München-Generalprobe gelingt. Das Pokalspiel gegen die Bayern am Jahresende wirft ja bereits jetzt seine langen Schatten voraus, sollte aber die Mannschaft nicht davon abhalten, bis dahin noch einige Punkte in der Liga einzusammeln.

Mein Tipp: 1860 München - VfL Bochum 2:3

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Immer Ärger mit dem Ex

Zuerst bekam Slawomir Freier die Rache seines Ex zu spüren. Mit Delron Buckley spielte er zwischen 1999 und 2004 beim VfL, bevor der Südafrikaner fast nach Manchester, aber immerhin nach Bielefeld, wechselte. Über Dortmund, Basel, Mainz und Famagusta landete der 33-jährige zuletzt beim KSC und zu allerletzt in den Bändern von Freier, für den das Jahr 2011 damit fußballerisch gelaufen ist. Ausgerechnet Freier, der bereits Anfang des Jahres einen Innenbandriss im Knie (ebenfalls von einem Ex zugezogen) auskurieren musste.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Falsch und richtig

Manchmal stelle ich mir die Frage, ob es eigentlich Vereine gibt, die es einfach nur richtig machen. Mir schwirren immer wieder Journalistenaussagen, Foreneinträge und Kommentare aus dem Stadion im Kopf herum, bei denen es darum geht, dass bei Verein x ja alles super ist und Verein y aus den bescheidenen Mitteln mehr als das Optimum herausgeholt hat. Über den VfL sprach man zuletzt 2003 so. Damals tanzte in Bochum nicht nur der Trainer. Danach ging es bekanntlich, mit kurzen Unterbrechungen, allerdings immer mehr bergab. Heute ist nicht mehr viel übrig geblieben von dem Unabsteigbaren, dem Immer-Direkt-Wiederaufsteigen und dem Unbeugsamen. Der VfL ist Zweitligamittelmaß und er hat auf dem Weg dorthin in den letzten Jahren vieles von dem kaputt gemacht, was er in 100 Jahren Fußball an der Castroper Straße mühsam aufgebaut hat. Bochum ist auf der deutschen Fußballlandkarte kleiner und blasser geworden. Das ist traurig und schmerzhaft, aber letztendlich ist es nichts anderes als fast unweigerliche Lauf der Dinge für einen Verein dieser Struktur und Größenordnung sowie unter den geographischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ein Blick in die Runde der Mitkonkurrenten lässt erkennen, dass andere Clubs ein ähnliches Schicksal ereilt hat und sie ebenfalls nicht geschafft haben, aus ihren kurzfristigen Erfolgen und ihren gegenüber dem VfL zum Teil überragenden besseren Möglichkeiten über einen längeren Zeitraum hinaus einen Schub zu erfahren und sich dauerhaft eine besser zu stellen und dort zu etablieren.

Donnerstag, 15. September 2011

Bergmanns Heil

Es ging dann alles recht schnell. Friedhelm Funkel wurde am Dienstag entlassen, Andreas Bergmann am Donnerstag verpflichtet. Große Erleichterung macht sich um das Ruhrstadion breit und wieder neue Zuversicht, dass der Absturz sein Ende findet.

Der Neue ist trotz seiner 52 Jahre wirklich ein ziemlich neuer im Profigeschäft. Seine Stationen waren St. Pauli (die er als Regionalligist ins DFB-Pokal-Halbfinale führte) und Hannover 96, das er zur Zeit der Enke-Tragödie trainierte. In beiden Vereinen sowie beim Karlsruher SC war er auch im Nachwuchsbereich tätig. - Der VfL bleibt damit in jedem Falle seiner mit Heiko Herrlich begonnenen Nachwuchs-Strategie treu, die ja auch unter Funkel weitergeführt wurde. Wie Bergmann mit gestandenen und bei Funkel hoch im Kurs gehandelten Spielern wie Maltritz, Dabrowski und Freier klarkommt wird sich zeigen müssen. Es würde nicht wundern, wenn deren Zeit nun gekommen ist.

Dienstag, 13. September 2011

Alternativprogramm

Gestern, heute, morgen! - Es geht bergab. - Am kommenden Sonntag bietet sich aber folgendes Alternativprogramm zum Spiel VfLBochum - SC Paderborn (13:30 Uhr) an:

RW Essen - VfL Bochum II (14:00 Uhr)
Bergisch Gladbach 09 - KFC Uerdingen (15:00 Uhr)
VfL Leverkusen - SV Deutz (15:15 Uhr)
Oder die ganz harte Irish Pub Tour:
Rangers - Celtic (13:30 Uhr), Tottenham - Liverpool (14:30 Uhr), Fulham - Manchester City (16:00 Uhr) und Manchester United - Chelsea (17:00 Uhr).
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Montag, 12. September 2011

Erleuchtung dank Dynamo?

Ein schönes Fußballwochenende war es bisher. Mannschaften, die ich nicht so mag (Köln, Schalke, Dortmund,...) haben verloren, Mannschaften die ich sympathisch finde (Leverkusen, Eintracht Schwerin, Union Solingen, AS Eupen,...) haben gepunktet. Und heute könnte die Krönung kommen, aber solche Szenarien sind zu selten, als dass ich darauf bauen würde.
Die Zweitligaergebnisse haben verdeutlicht, dass diese Saison einige Vereine berechtigte Ambitionen auf den Aufstieg haben. Fortuna Düsseldorf bleibt zu Hause eine beeindruckende Macht, St. Pauli besticht durch kämpferische Tugenden und die SpVgg Greuther Fürth scheint in dieser Saison endlich den richtigen Mix gefunden zu haben um ganz oben dran zu sein. Eintracht Frankfurt schwächelt zwar, hat aber sicherlich sein Potential noch nicht ausgeschöpft. Braunschweig, 1860 und Cottbus bleiben zwar an der Spitze dran, sollten das aber im Laufe der Saison nicht durchhalten können. Für Bochum ist die Situation nahezu ausweglos. Elf Punkte Rückstand auf Platz 3. Letzte Saison waren es nach dem 7. Spieltag "nur" sieben. Ein Sieg ist selbstverständlich Pflicht, um mit einer 12-Punkte-Serie (Dresden, Paderborn, Duisburg, Ingolstadt) etwas Anschluss nach oben zu bekommen. Spektakulär die Bilanz der Partie. Dresden gelang es nur einer der neun Partien gegeneinander, das Bochumer Tor zu treffen (2:2 am 20.11.1992). Das letzte Aufeinandertreffen (1. Pokalhauptrunde am 5.8.2007) gewann der VfL durch einen Grote-Treffer.

Dienstag, 6. September 2011

VfL-Migräne

Das letzte Spiel des VfL durfte ich auf eine besondere Art genießen. In einem Ferienhaus in Holland vor dem ARD-Videotext. Faszinierend, dass diese Steinzeit-App bei mir noch einmal zum unverzichtbaren Einsatz gekommen ist. In der Ferienanlage gab es kein brauchbares W-LAN (wie soll man sich denn da erholen) und in der Halbzeit musste ich dann in dem lieblos sortierten Shop noch belgisches Bier in 0,25-Liter-Flaschen einkaufen, um die zweite Halbzeit zu ertragen. Ich weiß nicht, was mir mehr zugesetzt hat: Die Chemieplörre in den Ein-Schluck-Verpackungen, das unbewegte Starren auf die meist ebenso unbewegte Videotexttafel 278 oder die sich ankündigungslos aktualisierende Seite mit dem finalen 1:4. So muss sich ein Chamäleon vorkommen, drei Mal kurz bewegt in 45 Minuten und pappensatt für den Rest des Wochenendes.

Mittwoch, 24. August 2011

Colin Irwin: Sing when you're winning

Der Autor macht eine Reise über die britischen Fußballplätze, spricht mit alteingesessenen Anhängern und erfährt eine Menge über deren Lieder, den Seelen der Vereine und die tiefverwurzelte Liebe der Menschen zu ihren Clubs. Das Buch taucht auf seinen 300 Seiten tief ein in abgelegene Sportplätze und Football Clubs, es vereinnahmt den Leser sofort und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los. Wer "Sing when you're winning" gelesen hat, wird schlagartig seine Urlaubspläne ändern und im guten alten Internet sich erst einmal nähere Details über Vereine und Städte besorgen, die er bestenfalls mal zufällig gehört hat.

Das Buch ist schlichtweg ein "must" für Liebhaber des englischen Fußballs, der Fußball- und Fankultur.



Dienstag, 23. August 2011

fridu = “Friede” und helm = “Helm; Schutz”

Damit ist nicht nur die althochdeutsche Bedeutung des Namens Friedhelm erklärt, sondern wohl auch die Philosophie des Friedhelm F. Der VfL ist unter Funkel stets darauf bedacht, kein Risiko einzugehen, Bestehendes (die Null) zu schützen, möglichst friedvoll die 90 Minuten über die Runden zu bekommen und dabei mit etwas Glück (Felix) vielleicht doch noch irgendwie einen Dreier einzufahren (Siegward).
Den Anhänger (mir inklusiv) steht es derweil bis Oberkante Unterlippe. Und nichts, aber auch rein gar nichts deutet darauf hin, dass sich etwas ändert. Takashi Inui konnte nach seinem Wechsel zum VfL zwar zwei ordentliche Spiele hinlegen, aber es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann er vom Friedhelm-System gefressen wird und im Team untertaucht. Vielleicht ist es wirklich so, dass Spieler wie Maltritz, Dabrowski, Freier zwar gut trainieren und engagiert sind, ihnen aber das letzte Stückchen an Konsequenz und Qualität fehlt, um wöchentlich einem Zweitligaspiel den Stempel aufzudrücken und ein Team mitreißt. So wie Federico, Aydin, Tese zwar punktuell mal glänzen können, so sehr tauchen sie über die gesamte Spieldistanz in aller Regel ab und ergeben sich dem Schicksal. Funkels Erklärungen über tolle Laufleistung, die geile Truppe, die im Training malocht, dass man sich jetzt nicht verkriechen darf, etc. klingen nach substanzlosen Durchhalteparolen. Funkel wirkt mehr und mehr wie ein verbohrter, griesgrämiger alter Mann. Offensichtlich kein Hinterfragen, keine Veränderungen, keine Denkpausen, keine Systemdebatte. Den Friedhelm Funkel in seinem Lauf halten halt weder Ochs noch Esel auf...

Mittwoch, 17. August 2011

Rivalen - Der etwas andere Führer zu den 92 englischen Profi-Vereinen

Ein spannendes Thema, eine gute Idee für ein Buch ... und ein schlechtes Ergebnis. Leider ist die Beschreibung der 92 englischen Profi-Vereine derart trocken und ideenlos, dass man maximal ein Drittel des Buches liest und ggf. noch mal bei dem einen oder anderen Verein nachschlägt. Alles in ein starres Korsett gepackt. 2 Seiten über jeden Verein und alles gleichermaßen verpackt in Rubriken "Wer seid Ihr?", "Berühmte Fans", "Wie geht's voran", "Rivalen", "Love/Hate", "Gesänge" sowie so willkürliche und nichtssagende Grafiken "Euer Stadion ist zu groß Quote", Geld-Wert-Quote", Resultate gegen den Rivalen und eine Platzierung in der "Gestörten Tabelle". Das ist schon ziemlich ernüchternd und man merkt schon sehr bald, dass die Autoren mindestens genau so viel Mühe hatten die Rubriken zu füllen, wie der Leser, der beim durcharbeiten des Werkes verzweifelt versucht, ein Gefühl für den englischen Fußball  zu bekommen. Ein Buch, das die Fußball-Welt nicht braucht.

Sonntag, 14. August 2011

Michael Wildberg: So lonely - Ein Leben mit dem MSV Duisburg

Die Reihe von Büchern, in denen Fans ihr Leben mit ihrem Verein beschreiben, wächst unaufhörlich. Alleine von daher ist der Reiz solcher Druckwerke stark gesunken. Es sei denn, es handelt sich zumindest um das Leben mit einem Verein, mit dem man sich ein Stück weit identifizieren kann. Ein Leben mit dem MSV Duisburg dürfte für die meisten nicht sehr spannende und lesenswert sein, kennt man nicht die Geschichte, die Höhen, die Tiefen und die Spieler, Trainer und Funktionäre, die den Verein gepärgt haben.

Donnerstag, 11. August 2011

Angst vor der Aufstellung, Sorgen vorm Spiel und genervt vom Piratengequatsche

Es ist schon alles gesagt und diskutiert. Wenn Funkel jetzt nochmal mit den drei Sechsern Dabrowski, Johansson und Vogt aufläuft, dann soll ihn das Schicksal von Klaus Störtebecker ereilen. Alle Bochumer Fußballwelt schreit nach offensiven Kräften. Nur Funkel will davon bisher nichts wissen. Aber Takashi Inui ist jetzt fit und der Trainer  kommt zumindest an ihm nicht mehr vorbei. Kopplin ist wieder fit und macht den Weg nach vorne für Freier frei. Kramer hat bisher, im Gegensatz zu Federico und Berger, überzeugt und sollte auch in der Startelf stehen. Im Sturm wünschen sich alle mal die Doppelspitze Aydin/Ginczek, aber das wird der Trainer wohl nicht riskieren. So könnte Ginczek diesmal beginnen, dahinter Freier, Inui und Kramer, Johansson und Dabrowski und hinten Kopplin, Maltritz, Sinkiewicz und Ostrzolek. - Oder doch eine Überraschung? - Nein, bestimmt nicht!

Sollte der VfL das Spiel vergeigen, dann ist in der Tat Hängen im Schacht. Man würde dann wieder der Spitze hinterher rennen, aber da wollen dann sicherlich nicht viele mehr dabei sein. Schicksalsspiel. Leider wieder einmal. Die Statistik gegen Pauli sieht zumindest zu Hause sehr gut aus. In der Liga gab es noch keine Niederlage, nur 1986 verlor man in der ersten Pokalrunde zu Hause. Zuletzt gab es ein 2:0 (im Febr. 2000) und natürlich das UEFA-Cup-Einzugs-6:0 im Mai 1997. Dazwischen lag nur noch ein Spiel, ein 4:0 für Pauli am Millerntor in der 2. Pokalrunde 2005. Noch was am Rande: Der VfL bejubelt gerade sein 4.000 Vereinsmitglied. Man sollte über diese Zahl lieber Schweigen. Selbst Hoffenheim, Wolfsburg und Mainz haben deutlich mehr. Dortmund hat 50.000 und Schalke gar 100.000. Da sieht man, wo man steht.

Vollkommen auf den Senkel geht mir derzeit das ableiern der Marketing-Floskeln. "Freibeuter der Liga" oder "Liga-Piraten". Was für ein Scheiß. Kiez- oder Kultclub ist genau so blöd. Es geht gegen einen ambitionierten Bundesligaabsteiger, der natürlich auch wieder noch will. Alles Gerede zum Trotz. Deshalb muss der VfL unter Flutlicht morgen mal ein Kultspiel abreißen und den Hamburger Stadtteilclub  ordentlich vermöbeln.

Mein Tipp: VfL Bochum - FC St. Pauli 3:2
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Dienstag, 9. August 2011

VfL zum abgewöhnen - Funkels Versagen

Mit Einblenden der Mannschaftsaufstellung war der gestrige Abend für mich schon gelaufen. Es fehlt mir einfach die Phantasie mir vorzustellen, wer denn in dieser Teamkonstellation in der Lage ist, offensiv was auf die Beine zu stellen. Was dann folgte, war ein VfL Bochum zum abgewöhnen, eine Strafe für alle Anhänger (besonders für diejenigen, die schon wieder an die Ostsee gefahren sind, und vor allem der letze noch fehlende Beweis, dass Friedhelm Funkel als Trainer gescheitert ist.

Wenn man sich von einem Gegner, der in allen Mannschaftsteilen so schwach besetzt ist, derart unter Druck setzen lässt, ihm so viel Raum und Möglichkeiten bietet und ihm nichts, aber auch rein gar nichts entgegenzusetzen hat, dann muss man der Realität ins Gesicht sehen und feststellen, dass der VfL ganz weit weg ist vom Ziel Aufstieg.

Sonntag, 7. August 2011

Spannende freie Tage

Da könnte man sich auf ein schönes und ruhiges Wochenende freuen, weil der VfL ja erst am geliebten Montag spielt. Aber nix da. Eine Reihe von Meldungen beschäftigen mich die letzten Tage:

1) Mainz 05 ist raus, bevor sie richtig drin sind
Welche Tragik. Da spielen, kämpfen und retten sich die Mainzer in die Europa League, nachdem sie einen grandiosen Saisonstart hingelegt hatten und bis zum Ende auch nicht richtig eingebrochen sind. Doch mit dem Erfolg kommen auch die Jäger. Schürrle, Holtby, Fuchs. Allesamt weg vom Bruchweg und Mainz ist plötzlich, trotz neuem Stadion, wieder nur der Karnevalsverein. Da freuen sich die Fans über den größten Vereinserfolg und sind geil auf Europa und dann endet das Abenteuer irgendwo in tiefsten Rumänen. Es tut mir aufrichtig leid, weil ich diese Gefühle so gut nachvollziehen kann.


Samstag, 6. August 2011

Christoph Biermann: Die Fußball-Matrix

Ein spannendes und vielleicht vielfach unterschätztes Thema. Was lässt sich aus der mittlerweile unendlichen Datenmenge, die ein Fußballspiel produziert, nutzen, um die Erfolgsaussichten eines Spielers oder einer Mannschaft zu verbessern? Christoph Biermann nähert sich diesem Thema, wohlwissend, dass eine Erklärung dazu nahezu genau so schwer ist, wie die Interpretation der Daten selber. Trotzdem fasziniert das Buch und der Leser taucht ein, in eine andere Welt des Fußballs. Weg von Leidenschaft und Kampf, hin zu Mathematik, Statistik, Berechnungen und Formeln. Der andere Blick auf ein Fußballspiel fällt nicht leicht, aber er ist es wert, einmal geworfen zu werden. Man sieht das Spiel durch eine andere Brille. Ein absolut lesenswertes Buch.

Donnerstag, 4. August 2011

Zweite Bundesliga-Stöckchen 2011/12



Dein Verein heißt:
VfL Bochum

Wie lautet das offizielle Saisonziel, sofern es bekannt ist?
Aufstieg


Wie lautet DEIN Saisonziel für Deinen Verein?
Aufstieg, Pokalfinalteilnahme



Dienstag, 2. August 2011

Zu viele Katastrophen in der Generalprobe


Der Frust am Samstagabend war groß. Es ist ebenso ärgerlich wie unverständlich, dass der VfL es auch im zweiten Zweitligajahr nicht schafft, schwache Gegner in Verlegenheit zu bringen und über längere Strecken des Spiels zu dominieren. Aufsteiger Hansa Rostock, ohne fünf suspendierte Spieler und ab der 10. Minute ohne Mintal, spielte auf Augenhöhe mit, erzielte zwei Treffer und war vom dritten nicht weiter entfernt als der VfL. Wie kann so etwas sein?

Donnerstag, 28. Juli 2011

Der Schnell-Tschüss-Wettbewerb und ein Japaner im Anflug

Der VfL startet am Samstag um 19:30 Uhr in den DFP-Pokal, der in den letzten Jahren ein Schnell-Tschüss-Wettbewerb war. Letztes Jahr das aus in Runde 1 bei den Offenbacher Kickers (0:3), 2009 das "Zeit-für-Neue-Helden"-Aus gegen Schalke in Runde 2 (0:3), 2008 ein 0:2 in Runde 2 beim HSV, 2. Runde 2007 ein 2:3 in Aachen, 2006 immerhin erst in Runde 3 das Aus mit einem 1:4 gegen Stuttgart, 2005 ein 0:4 beim FC St. Pauli in Runde 2, 2004 ein 3:2 n.V. beim SC Freiburg, 2003 Erstrundenaus in Regensburg (1:2), 2002/2003 der letzte größere Erfolg. Viertelfinale gegen Kaiserslautern. 2:2. 3:3 nach Verlängerung und dann 3:4 im Elfmeterschießen.

Dienstag, 26. Juli 2011

Come on Aydin!

Bereits zu Beginn des Spiels gegen den FSV Frankfurt schwirrte mir das Lied der Dexy’s Midnight Runners durch den Kopf, mit leicht verändertem Text: „Come on Aydin“. Und bis zur 88. Minute sollte mich dieser fromme Wunsch begleiten. Was ist los mit unserem Stürmer, der in der letzten Rückrunde und in der Vorbereitung Ausrufezeichen setzte? Schon in Düsseldorf hing Aydin völlig in der Luft und auch beim Heimdebüt war er kaum im Spiel. Überhaupt war die Abteilung kreative Offensive beim VfL ein Ausfall. Ein Blick auf die Aufstellung lässt die Gründe erahnen.

Sonntag, 24. Juli 2011

Im Westen ging die Sonne auf


Wer die gute alte Zeit des Fußballs im Ruhrgebiet, jenseits der ganz großen (Schalke, Dortmund) und mittelgroßen (Bochum, Duisburg) Club noch einmal erleben möchte, wer versuchen will, etwas von dem Flair und der Besonderheit dieses Sports in dieser Region einzuatmen, dem kann diese DVD nur empfohlen werden.
Rot-Weiss Essen, Sportfreunde Katernberg, Westfalia Herne, SV Sodingen, Spielvereinigung Erkenschwick. - Da war doch was. Es wird sehr anschaulich, persönlich und damit emotionsbehaftet die Liebe von Menschen zu ihrem Verein erzählt. Trotz des unaufhaltsamen Niedergangs, trotz der Perspektivlosigkeit (Ausnahme RWE) halten die Menschen an ihrem Club und dem Glauben an wieder bessere Tage fest. Der Film animiert, sich die Situation vor Ort heute einmal anzuschauen. Der Unterklassige Fußball im Revier bietet Woche für Woche Stoff für neue Bücher. Diese DVD ist ein großartiger Einstieg.

Freitag, 22. Juli 2011

Meine Groundhopping-Liste

Sportplatz Banzkow (MV)
Hier meine aktuelle Liste der Vereine und Sportplätze in Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und den drei Regionalligen, auf denen ich noch nicht war. Die Zweitvertretungen von Vereinen hab ich rausgenommen.
Ziele für dieses Jahr: Aachen, Aue, FSV Frankfurt.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Ausgeträumt

Auf der FSV-Frankfurt-Uhr ist es 1:05 Uhr. Nachtschlafende Zeit der Träume. In Bochumer hat es sich derweil ausgeträumt, auch in Sachen Takashi Inui. Friedhelm Funkel erklärte, dass über ihn gesprochen wurde, er aber nicht verpflichtet werde. Eine seltsame kurze Aussage mit einem unpassenden Nachsatz: „Ich denke, wir werden doch nur noch mal aktiv, wenn sich ein Schnäppchen ergibt. Wir haben ja noch die derzeit verletzten Spieler Tese, Azaouagh, Fabian oder Eyjolfsson in der Hinterhand.“
Blöfft Funkel oder sind er und Jens Todt (wo war der eigentlich in dieser Woche???) davon überzeugt, dass das Bochumer offensive Mittelfeld ausreichend gut besetzt ist, um die Saison erfolgreich zu überstehen?

Dienstag, 19. Juli 2011

Montags könnt ich kotzen...

Das wussten die Düsseldorfer Anhänger schon vor dem Anpfiff, auch wenn sie es sicherlich anders gemeint hatten, als ich es zwei Stunden empfunden habe.

Der VfL bot eine zweitligamittelmäßige Leistung, kam kaum zu Torchancen und verlor letztendlich verdient gegen eine Düsseldorfer Fortuna, die sich cleverer anstellte und mit einem spektakulären Fallrükziehertor auch  noch das Glück auf ihrer Seite hatte.

Montag, 18. Juli 2011

Anne Castroper - Ein Jahrhundert Fussball mitten in Bochum

Es dürfte manchen Nicht-Bochumern schwer fallen, an diesem Buch gefallen zu finden. Zu spezifisch sind einige der Geschichten, besonders aus früheren Jahren. Allerdings finden sich auch zahlreiche Artikel und Einschübe, die auch auswärtige interessieren könnten. Geschichten über Fans, wegbereitende Personen und Spiele. Viele Bilder helfen dabei, in die Zeiten und Situationen einzutauchen. Das Schmuckkästchen anne Castroper wurde zu seinem100-jährigen nicht nur modernisiert (im Rahmen der Frauen-WM) sondern auch ein würdiges Denkmal gesetzt. Ein Denkmal auch für viele Personen rund um den VfL. Für Stadionliebhaber und VfLer ist das Buch ein Muss. Für alle anderen naturgemäß nur sehr bedingt zum empfehlen.

Sonntag, 17. Juli 2011

Transferüberraschung: Yahia weg!

Für die allermeisten überraschend kam die heutige Meldung, dass Anthar Yahia den VfL Bochum nach 4 1/2 Jahren in Richtung Saudi-Arabien verlässt. Der 29-jährige wollte bereits vor der Saison den VfL verlassen. Das scheiterte aber an zahlungswilligen Interessenten. Da der Vertrag in Bochum noch bis 2014 lief, dürften ein paar Petro-Dollars auf dem Bochumer Konto eingehen. Geld, dass der VfL vielleicht noch zu einem Transfercoup benötigt. Das Gerücht, dass Takashi Inui in konkreten Verhandlungen ist, will nicht versiegen, zumal man Dedic auch noch abzugeben gedenkt.

In der Bochumer Innenverteidigung dürften damit zunächst Marcel Maltritz und Lukas Sinkiewicz gesetzt sein. Dazu hat der VfL drei Perspektivspieler für diese Position: Patrick Fabian, Jonas Acquistapace und Holma Örn Eyjolfsson. Fabian und der Isländer sind allerdings noch einige Wochen verletzungsbedingt außer Gefecht.

Wir hatten hier vor rund einem Jahr den Sinneswandel von Yahia, doch in Bochum bleiben zu wollen, kommentiert.

Bild: vfl-bochum.de
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Mittwoch, 13. Juli 2011

Jetzt geht's los!

Die Vorfreude ist riesig. In Bochum ist nach dem verpassten Aufstieg schnell umgeschaltet worden. Mit der Mannschaft und mit dem Trainer will man in der neuen Saison von Beginn an gemeinsam am Ziel Aufstieg arbeiten. Die Stimmung ist gut, wie seit vielen Jahren nicht mehr. 10% mehr Dauerkarten als im Vorjahr verkauft. Das Stadion im Rahmen der Frauen-WM aufgehübscht, den Vorstand verändert (und damit die für viele Fans und Mitglieder letzte Baustelle bearbeitet), den Kader augenscheinlich stimmig ergänzt. Jetzt kann es los gehen und wenn schon ein Auswärtsspiel und wenn schon am Montag, dann ist Düsseldorf das Beste aller Lose.

Dienstag, 28. Juni 2011

Sommerpause?

Das war ja gefühlt gar nichts in diesem Jahr. Meine Emotionen nach den Relegationsspielen habe ich in gerade zwei Wochen Italienurlaub runtergefahren, da greift sich die neue Saison schon meinen Terminkalender, meine Geldbörse (Trikot und Dauerkarte), meine Seele und meine Gedanken. Dabei verleiten die getätigten und noch zu erwartenden Veränderungen im Mannschaftskader bisher nicht gerade dazu, sich intensive Gedanken zu machen, denn sie sind weder sonderlich umfänglich noch besonders spannend. Keine Rückkehr von alten Haudegen wie Gekas oder Sestak in Sicht. Zum Glück aber auch keine Spieler aus unteren italienischen, slowenischen oder österreichischen Ligen. Spartransfers waren alleine schon aus finanziellen Gründen zu erwarten gewesen, aber auch die Entwicklung der Mannschaft im letzten Jahr erforderte keinen erneuten Radikalumbau sondern punktuelle Ergänzungen und natürlich den alljährlichen Versuch, einen unentdeckten Roh-Diamanten zu finden, den man in zwei Jahren für 35 Mio. Euro nach Madrid oder für 2 Mio. Euro nach Leverkusen transferieren kann. Der Vorteil der zurückhaltenden Transfers ist, dass die Zuschauer die Sympathien zu diesem Team nahtlos mit in die neue Saison nehmen können. Alleine die Frage nach der Sturmbesetzung könnte noch spannend werden, da nicht nur Sestak und Saglik endgültig weg sind, sondern es auch Interessenten für Dedic und Tese zu geben scheint. Wenn auch diese beiden dem VfL den Rücken kehren, muss zwingend nachgebessert werden, um Torgefahr und Torausbeute zu erhöhen. Aktuell und gerüchteweise ist ja ein gewisser Takashi Inui im Gespräch. Dann hätten wir zwei Stäbchen-Bomber im Kader und könnten die japanische VfL-Homepage wieder aktivieren…

Dienstag, 21. Juni 2011

Heiko Herrlich macht Neuanfang in Unterhaching

Quelle: spvgg-unterhaching.de
Fast übersehen habe ich eine kleine Meldung in der Süddeutschen Zeitung, die durch einen Bericht auf der Seite der SpVgg Unterhaching bestätigt wurde. Bochums unglücklicher Ex-Trainer Heiko Herrlich heuert als Nachfolger von Klaus Augenthaler bei den Hachingern an.

Damit ist der VfL auch einen Kostenfaktor los, denn Herrlich hatte  einen Vertrag bis 2012 im revirpower-Stadion.

Hoffentlich hat Heiko Herrlich bei seiner zweiten Chance viel Erfolg und eine bessere Hand. Er hat mit sicherlich in den letzten zwei Jahren viel dazugelernt und kann seine fachlichen Qualitäten somit besser ausspielen als zu seiner Bochumer Zeit.


Alles Gute Heiko Herrlich!

Montag, 20. Juni 2011

Der VfL Bochum 1848 trauert um Ottokar Wüst

Wirklich eine Legende des VfL. Ottokar Wüst, ohne Dich wäre der VfL nicht so geworden, wie er ist und wie wir ihn lieben. Danke dafür. Du wirst uns immer in Erinnerung bleiben.
http://www.vfl-bochum.de/
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Dienstag, 31. Mai 2011

Sommerpause

Urlaubsreif ist man ja fast immer. Aber diesmal bin ich es wirklich. Und das ist VfL-geprägt. In den letzten Wochen wurde mir (und den anderen Bochum-Fans) einiges abverlangt. Das Zwischentief (0:2 gegen Hertha, 0:3 in Ingolstadt, 0:0 in Paderborn), der Last-Minute-Sieg in Osnabrück, die geile Stimmung und der klare Sieg gegen Duisburg und dann die Relegation mit ihrem bekannten Ende.
Was der Bochumer Anhang in den letzten Spielen gebracht hat, war sensationell. Selbst eingefleischte Gladbach-Fans und Vielfahrer sowie ein Bayern-Anhängern bescheinigen mir, dass die Stimmung in Bochum unglaublich und das Beste war, was sie seit Jahren erlebt haben. Dem kann ich mich nur anschließen. Besser war es auch bei den UEFA-Cup-Spielen, den Qualifikationen dazu oder bei Siegen gegen Schalke nicht.

So ist es vollkommen richtig und nicht überzogen, dass sich die Mannschaft, der Trainer und die Verantwortlichen des VfL darauf berufen und ein neues Wir-Gefühl beim VfL ausmachen. Es ist zu hoffen, dass dies auch mit in die neue Saison genommen wird und dort ihren Anschluss findet. Wir haben noch lange nicht genug und der Aufstieg ist nur vertagt.

Viele wichtige personelle Entscheidungen sind bereits getroffen worden. Jetzt müssen die notwendigen Ergänzungen des Kaders her. Keine leichte Aufgabe, denn die Neuzugänge müssen auch charakterlich passen. Einige der letzten Transfers haben nicht gehalten, was man sich versprochen hat. Saglik, Federico, Korkmaz, Toski haben sich nicht unverzichtbar gemacht. Tese muss unbedingt an sich arbeiten. Er ist eine Riesenbereicherung, wenn er auf Team-Linie bleibt. Ergänzungen in der Innenverteidigung (perspektivisch für Maltritz/Yahia), im Mittelfeld (perspektivisch für Dabrowski) und ein weiterer Stürmer sind notwendig.

Jetzt geht es für mich erst einmal in Urlaub. Neue Kräfte tanken für eine neue Saison. Zum Glück gibt's dort W-LAN. Damit ich beim Entspannen nichts verpasse.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Das Unmögliche ist möglich.

Heute ist es soweit. Die Entscheidung fällt. Bochum ist im emotionalen Ausnahmezustand. Bereits beim Hinspiel in Gladbach und auch schon zuvor bei den letzten Zweitligaspielen gegen Duisburg und in Osnabrück hat sich eine, für Bochumer Verhältnisse, unglaublich Stimmung breit gemacht. Bedingungslose Unterstützung der Mannschaft und der Glaube daran, das Unmögliche möglich zu machen. Diese Stimmung hat sich längst auf die Mannschaft übertragen, die Motivation und der Wille sind da. Bochum scheint diesbezüglich eine Punktlandung hinzulegen. 100% zum entscheidenden Spiel.

 
Allein Chong Tese macht dabei augenscheinlich nicht mit. Nach einer guten Vorrunde mit starken Auftritten und 10 Toren ist bei dem Koreaner die Luft raus. Er wirkte auch bei seinem 45-Minuten-Einsatz in Gladbach lust-, leidenschafts- und einfallslos. Trainer Funkel hat einen Mann, der ein Spiel entscheiden kann, aus dem Kader gestrichen. Als Stürmer werden Kefkir und Dedic auf der Bank sitzen. Zwei Spieler die Geschichte schreiben wollen.

Mit dabei ist auch Azaouagh. Er brennt lichterloh, wird nochmal alles geben und erst dann seine Verletzungen auskurieren. Was für ein Comeback in der Winterpause. Auch er ist bereit für die ganz große Geschichte. Auf Freier als Kopplin-Ersatz in der Abwehr, Luthe im Tor und Johansson im Mittelfeld wird viel ankommen. Ob der VfL, der natürlich Außenseiter bleibt, es schafft oder nicht. Dieses Team hat in Bochum etwas ausgelöst, was man lange Jahre vermisst hat.

 

Heute Abend wird es so sein wie beim Pokalendspiel 1988 oder den UEFA-Cup-Auftritten gegen Brügge und Trabszonspor. Ein Spiel auf das ich mich unbändig freue. Und auch wenn es dann doch nicht klappt mit dem Aufstieg. Mein VfL ist wieder da.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Eine Stadt und ihr Verein

Es ist schon beeindruckend, welche Stimmung sich binnen kurzer Zeit in Bochum breit gemacht hat. Beim Spiel gegen den MSV Duisburg herrschte eine derart atemberaubende Atmosphäre im revirpower-Stadion, die sicherlich viele der Zuschauer so schon lange nicht mehr erlebt hatten und die man durchaus mit dem 27. April 2007 vergleichen konnte.

Eine Stadt liebt wieder ihren Verein. Nach der katastrophalen Bundesliga-Saison, dem Abstieg, dem Drama um Heiko Herrlich, dem Sturz des Aufsichtsrates und den schlechten Start in Liga 2, haben sich Verein, Trainer und Mannschaft mit harter Arbeit, Ehrlichkeit und natürlich etwas Glück wieder zurück in die Herzen der Bochumer gearbeitet. Der Sonntag war für alle ein verdienter Lohn. Wer das erlebt hat, der will diese Stimmung und dieses Gefühl nicht wieder hergeben. Jetzt wollen alle noch mehr. Die Relegation gegen Gladbach siegreich gestalten und zurück in Liga 1!

Samstag, 14. Mai 2011

Finale

Eigentlich schon in Berlin:
Ein MSV im Schongang zu erwarten.

Fassen wir uns kurz: Der VfL hat alles, aber auch alles selber in der Hand, um am Sonntag Platz 3 zu verteidigen und somit die Relegationsspiele zu erreichen. Den MSV plagen nicht nur extreme Verletzungssorgen, die Meidericher sind vollkommen auf das Pokalendspiel in einer Woche fixiert und werden alles dafür tun, sich dafür nicht noch weiter zu schwächen. In einem ausverkauften revirpowerstadion mit intensiver Fan-Unterstützung sollte der VfL zu einem klaren Sieg getragen werden. Ein schnelles 2:0 und dann nur noch entspannen. Im Bochumer Kader haben Luthe, Kopplin, Ostrzolek, Federico und Maltritz vier Gelbe Karten auf den Konto. Tese und Azaouagh sind noch nicht bei 100% angelangt. Dafür rückt Dabrowski neben Johansson im Mittelfeld wieder ins Team. Freier sollte wieder auflaufen und Aydin ist im Sturm momentan gesetzt. Über die anderen Positionen darf noch etwas spekuliert werden. Toski hat seine Sache zuletzt ordentlich gemacht. Federico ist oft für eine Überraschung gut. Dedic und Saglik hingegen waren zu selten überzeugend.

Sonntag, 8. Mai 2011

Paderborn

Zu Recht wird über die Arena gespöttelt. Ganze 12 Sitzreihen "erstrecken" sich an den Geraden, hinter den Toren ist Stehplatz angesagt. So kommt man in der Energieteam-Arena immerhin auf 15.000 Plätze, davon 9.200 Steher. Ähnlich markant das Parkplatzverhältnis: 2.000 fürs Fahrrad und 2.842 für PKW's. Bei der Anreise war das prima, bei der Abreise ist aber Chaos pur und eine Stunde Wartezeit einzuplanen.

Die im Juli 2008 eröffnete Arena, damals noch paragon-Arena, hatte eine schwere Geburt. Anwohnerklagen führten zu einer Bauzeit von drei Jahren. Die veranschlagten Kosten von 9 Mio. Euro verdoppelten sich. Namengeber Paragon musste aus finanziellen Gründen sein Engagement frühzeitig beenden. Auch die Gesamtfinanzierung war von erheblichen finanziellen Schwierigkeiten begleitet, was auch ein Grund für die um 2 1/2 Jahre verzögert Fertigstellung war.

Eine Besonderheit der Arena ist, dass sie ohne übergroßen Aufwand auf eine Kapazität von 20.000 Zuschauern aufgestockt werden kann. Um eine solche Situation zu erreichen, dürfte es allerdings noch einiger Ereignisse bedürfen. Der aktuelle Schnitt in Liga 2 liegt unter 8.000 Zuschauern, der Minus-Rekord bei 5.000 (gegen Cottbus). Selbst zu Derby gegen Bielefeld war die Arena nicht ausverkauft. Bemerkenswert: In den neun Spielen mit den meisten Zuschauern gab es sechs Siege und drei Remis. In den anderen sieben Spielen gab es drei Remis und vier Niederlagen. Der Paderborner scheint ein Gefühl für Erfolg und Misserfolg zu haben. Die Stimmung ist so, wie sie bei den Zuschauerzahlen und der Stadionkosntruktion nicht anders sein kann: Mau. Recht gut und bodenständig hingegen sind Getränke- und Imbiss-Service.    
Bilder: SC Paderborn 07

21. April 2011: SC Paderborn 07 - VfL Bochum 0:0,
10.369 Zuschauer, 2. Liga
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Freitag, 6. Mai 2011

Muttertag

(Bild von vfl-bochum.de)
Es ist alles angerichtet, um am 8. Mai einen großartigen Fußball(nach)mittag zu erleben. Allerbestes Wetter, ein ausverkauftet Stadion, zwei Mannschaften, für die es noch um vieles geht. Und wenn die Wunderheilung des Mimoun A. ihren zweiten Teil erfährt, dann dürfte aus Bochumer Sicht nichts anbrennen.

Dienstag, 3. Mai 2011

Jung und Alt

Slawo Freier
Spiele 1. & 2. Liga: 301
Beim VfL seit 1.7.2008
und 1996-2004
Geb.: 26.7.1979
Das eine vorab: Ich bin vollkommen überzeugt, dass der VfL die beiden ausstehenden Spiele gewinnt. Der Sieg gegen Union Berlin war ein weiterer Wendepunkt in dieser Saison. Diesmal zum Glück ein Wendepunkt nach oben. Konnte man nach den drei torlosen Auftritten (und auch einigen schlechten aber erfolgreichen davor) langsam verzweifeln, so sollte jetzt wieder Zuversicht herrschen. Die Mannschaft hat sich aus dieser schwierigen Situation befreit. Azaough, Aydin und Freier haben die Mannschaft mitgerissen. Das Team kann mit Selbstvertrauen in den Schlussspurt gehen. Und den wird sie auch erfolgreich bestehen. Wie es in einer möglichen Relegation aussieht, kann man sicherlich noch nicht einschätzen. Aber die Zustände in Frankfurt lassen Parallelen zu unserer letzten Saison erkennen. Und auch Köln und Gladbach sind nicht gerade das, was man eine berechenbare Größe nennt. Alles bleibt möglich.

Dienstag, 26. April 2011

Es fehlen einem die Worte. Bis auf zwei: wenn und dann

 
Jubeln für Concha angesagt.
(Bild: vfl-bochum.de)
Da schafft der VfL es nicht, in Paderborn gegen einen absolut schwachen Gegner ein Tor zu schießen, die Mini-Krise zu beenden und einen Dreier einzufahren. Seit 342 Minuten ohne eigenen Treffer rückt die 1. Bundesliga in weite Ferne, Donnerstagabend war alles aus und wir waren mal so richtig die Dummen, und plötzlich sieht wieder alles anders aus. Auch die SpVgg Greuther Fürth (0:3 bei 1860 München, für die es um nichts mehr geht), Erzgebirge Aue (0:2 gegen Cottbus, für die es um nichts mehr geht) und sogar er FC Augsburg (1:2 gegen Aachen, für die es um nichts mehr geht) haben Federn gelassen, sogar ein paar mehr als Funkels Hühnerhaufen. Und so liegt der VfL weiter auf Platz 3 und darf von zwei Relegationsspielen gegen Wolfsburg alpträumen.

Montag, 25. April 2011

Ben Redelings - Halbzeitpause: Die Fussball-Klolektüre

Wenn ein Autor sein Buch selber als Klolektüre bezeichnet, dann nimmt er potentiellen Kritikern damit direkt den Wind aus den Segeln. Denn wie soll man eine Klolektüre schlechtreden? - Im Falle von Halbzeitpause ist das zum Glück auch gar nicht notwendig. Wer einen guten Stuhlgang hat, der kann sich ein ganzes Jahr (also eine ganze Saison plus Winter- und Sommerpause) lang, jeden Tag eine Seite mit originellen, oft lustigen, teils aber auch wissenslückenschließenden Informationen, reinziehen.

Mittwoch, 20. April 2011

Gewinn durch Verzicht

Gewinn durch Verzicht  ist eine passende Fastenzeit-Losung für den VfL in seiner momentanen Situation. Die Jungs haben es binnen 4 x 24 Stunden geschafft, eine gute Ausgangsposition im Aufstiegsrennen zunichte zu machen und stehen nun sogar kurz davor, den bereits sicher geglaubten 3. Tabellenplatz zu verlieren. Statt zu Hertha und Augsburg aufzuschließen, sind diese beiden Teams enteilt und dürfen für die erste Liga planen. Statt sieben Punkte auf Rang 4 ist es nur noch einer auf Greuther Fürth, die mit 1860, Bielefeld, Oberhausen und Düsseldorf ein von der Papierform her ebenso leichtes Restprogramm haben wie der VfL. Allerdings dürfte die Stimmung bei den Franken deutlich besser sein als beim VfL, zumal Trainer Büskens seinen Vertrag unabhängig von der Ligazugehörigkeit der Kleeblätter verlängert hat.

Dienstag, 12. April 2011

Mehr, als nur das Ende einer Serie

Böses und folgenschweres
Foul an Azaouagh.
(Bild: vfl-bochum.de)
Das 0:2 gegen Hertha BSC Berlin hat alles, um ein Knackpunkt im Saisonendspurt zu sein. Wir schon in vielen der letzten erfolgreichen Spielen wurden dem VfL seine Grenzen aufgezeigt, diesmal jedoch auch im Ergebnis spürbar. Vor dem Tor zu einfallslos und im Spielaufbau oftmals zu ungenau (Paradebeispiel: Kopplin), nutze eine taktisch disziplinierte und zielstrebige Berliner Hertha die sich ergebenden Konterchancen aus und siegte verdient mit 2:0. Für den VfL wird es jetzt im Aufstiegskampf ganz eng. Hertha hat uneinholbare sieben Punkte Vorsprung und auch Augsburg liegt drei Zähler plus Tordifferenz vor uns. Das direkte Duell der beiden am letzten Spieltag kann für Hertha zu einem Schaulaufen werden, wenn der Aufstieg dann bereits feststeht.

Sonntag, 10. April 2011

Eupen

Die Fan-Kurve der Eupener
Gästetribüne (links)
Wie im Oktober-Blog angekündigt, habe ich es nun endlich einmal selbst nach Eupen geschafft. Das Kehrweg-Stadion kann man durchaus als Schmuckkästchen bezeichnen. Auf allen vier Seiten befinden sich überdachte Tribünen, drei davon mit insgesamt 5.000 Sitzplätzen bestückt. Nur der Eupener-Fan-Block ist ausschließlich für Steher gedacht, von denen weitere 3.000 ins Stadion passen. Ausverkauft, wie zuletzt gegen Standard Lüttich, meldet Eupen recht selten. Selbst zu den irrsinnigen Relegations-Play-Off-Spielen kommen bei ermäßigtem Eintrittspreis von 6 Euro nur knapp 5.000 Zuschauer. Diese zeigen sich aber äußerst verbunden mit ihrem Club und vermögen sogar zeitweise eine gute Stimmung zu erzeugen. Der ca. 300-Mann starke Fan-Block hat alles auf Lager, was wir auch von hier kennen. Angefangen von den Gesängen bis hin zu Pyromaterial, was unter den Augen des Ordners auch bei Heimspielen eingesetzt wird. Während das eigene Team auf Deutsch angefeuert wird, wird der Gegner auf französisch beschimpft (Gegner aus dem flämischen Teil womöglich auf flämisch).