Sonntag, 29. August 2010

Rainer Callmund: Fußball bekloppt!

Was macht einer, der schon alles bei jedem zum allem gesagt hat? Er schreibt ein Buch. So geschehen von Reiner Calmund, der seine Autobiographie zwischen irgendwelchen Kochsendungen und Fitnesssoaps runtergehämmert hat und unters Volk wirft.

Reiner Calmund ist unbestritten einer der großen Personen im Deutschen Fußball des letzten Vierteljahrhunderts. Er hat eine andere Schlagzahl in das Geschäft gebracht, er hat die Zeitenwende als einer der ersten erkannt und mitgeprägt. Er war Antreiber und kein Hinterherläufer. Er ist dreimal chemisch gereinigt und keiner der jammert, weil andere cleverer waren.

Das Phänomen Reiner Calmund ist nur zu verstehen, wenn man die rheinische Mentalität sowie die Philosophie und die Möglichkeiten des Bayer-Konzerns kennt. Die Entwicklung von Bayer 04 Leverkusen und die Erfolge basieren auf vielen Grundpfeilern, auf denen Personen wie Reiner Calmund und einige andere geschickt ein stabiles Haus gebaut haben. Die Erfolge mit brasilianischen Spielern, die Pflege und der Aufbau von Talenten und der Gewinn von großen Fußballern und Trainer hat nict nur etwas mit Geld zu tun sondern mit einem stimmigen Gesamtkonzept, das Calli gut verkaufen konnte.

Leider verliert sich Calmund in seinem Buch gerne in Sprüchen, die man von ihm früher gerne hören, aber heute bestimmt nicht lesen wollte. Außerdem ist es stimmungstötend, wenn er geschichtliche Exkurse zur Mondlandung, den 68ern, dem Hitler-Attentat etc. hält. Spannend wird es, wenn er erzählt, wie Verhandlungen gelaufen sind und wie sich Spieler oder Trainer verhalten haben. Bemerkenswert sind die Einschübe von Weggefährten, die ihre Meinung über Reiner Calmund zum Besten geben. Hier schließt sich ein Kreis um die Person Reiner Calmund, der wohl immer ein Mensch mit viel Herz geblieben ist und dem das menschliche bei anderen Personen sehr viel bedeutet. Und hier kommt wieder der Rheinländer zum Vorschein: Die Hauptsach is, et Häz es joot!

Thema: +++
Lesbarkeit: +++
Orginalität: ++
Kult: ++
Preis: +++

Reiner Calmund - Fußball bekloppt!
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (9. November 2009)
Sprache: Deutsch
Preis: 9,95 Euro

Mittwoch, 25. August 2010

Los Aue - Das weiteste Auswärtsspiel der Welt

9.150 km sind es für mich zum nächsten Auswärtsspiel. Am Freitag um 9 Uhr Ortszeit werde ich in Los Angeles mit einer hoffentlich guten W-Lan-Verbindung das Auswärtsspiel des VfL in Aue verfolgen. Fußball morgens zur Frühstückszeit. Schmeckt bei 35 Grad das amerikanische Dosenbier? Ich werde berichten.

Der VfL hat einen ordentlichen Start hingelegt und genau wie Aue (1:0 in der Nachspielzeit in Paderborn) den ersten Dreier eingefahren. Im Erzgebirge wartet jetzt eine richtige Standortbestimmung. Ist man in der 2. Liga angekommen. Kann man bei einer Mannschaft bestehen, die auf Leidenschaft, Kampf und sein Publikum setzt? Im Gegensatz zum durchaus vergleichbaren Offenbach-Spiel haben die Bochumer gegen 1860 gezeigt, dass sie in der Offensive schnell und genau spielen können. Vielleicht genau das richtige Rezept, vor allem, wenn neben Federico auch Maric das genaue noch mehr ausprägen würde. In der Bochumer Abwehr könnte es Veränderungen geben. Ich erwarte Pfertzel für Grote und Yahia für Maltritz.


Die Bilanz gegen Aue ist perfekt. 3 Spiele, 3 Siege (einer davon im Pokal 2002). Die beiden Treffer zu den 1:0 Siegen in der Liga (05/06) erzielten zwei fast schon vergessene Spieler: van Hout und Czyszczon, jeweils rund 15 Minuten vor Spielschluss. Damit ist auch der Ausgang am Freitag schon verraten. - Und um halb elf morgens ertönt ein germanischer Urschrei in Los Angeles...

Mein Tipp: FC Erzgebirge Aue - Vfl Bochum 1848 0:1 (Maric, 77. Minute)
(Bild: vfl-bochum.de)

Montag, 23. August 2010

Geliebter Führer Chong Tese!

Dem VfL Bochum ist Dank Stürmer Chong Tese der Start in die Zweitligasaison geglückt. 1860 München wurde zu Hause mit 3:2 bezwungen. Das war ein ordentlichr Anfang eines schweren Weges.

Nur 12.100 Zuschauer kamen zum Auftakt ins Stadion und blickten auf die leere Ostkurve. Stimmung gab's auf der anderen Seite, wo sich Bochumer und rund 1.000 Löwen-Anhänger nur wenige Meter und wenige Ordner voneinander getrennt waren. Zum Glück blieb es bis auf Beschimpfungen und eines Pyro-Einsatzes bei den 60ern ruhig.

Der VfL zeigte von Beginn an, dass er in der Liga angekommen sein wollte. Viel Einsatz und viel Härte. Spielerische Einlagen gab es auch, meistens waren Federico und Tese daran beteiligt. Bochum markierte die frühe Führung (15. Minute, Federico), 1860 glich in der 22. Minute aus. Tese markierte in der 38. und unmittelbar nach Wiederanpfiff die 3:1 Führung. Die Gäste kamen nur noch zum Anschlusstreffer in der 59. Minute.

Die Einzelkritik: In der Abwehr machten Grote und Kopplin auf ungewohnter Position eine ordentliche Leistung, auch wenn ihnen im Offensivdrang einige Fehler unterliefen. Grote sah beim zweiten Gästetreffer nicht gut aus. Die Innenverteidigung wurde besonders kritisch beäugt und gab wieder Kostproben ihrer Unzulänglichkeiten ab. Kopfbälle werden nicht mehr zu Maltritz Primärstärken werden, Mavraj lies große Lücken zu und Yahia wird wohl bald ins Team rücken. Heerwagen machte dahinter eine ordentliche Partie.

Im Mittelfeld war Maric optisch sehr präsent, machte aber wieder sehr viele Fehler, besonders beim Abspiel. Dabrowski zeigte eine sehr solide Leistung. Federico setzte gute Akzente nach vorne, Toski mit etwas mehr Licht als Schatten.

Im Sturm glänzte Tese nicht nur wegen seiner Treffer sondern durch seine technischen Feinheiten, seine klugen Laufwege und seine Dynamik. Ein großartiger Spieler, der hoffentlich noch viel Freude macht und der Sestak schon vergessen gemacht hat. Saglik hingegen wirkte wie eine Mischung aus Gekas und Ailton. Allerdings nicht in deren besten Zeiten. Ein Schatten im Gegensatz zu seinem Sturmpartner, eine schwache Körpersprache und ohne richtige Bindung.

Pfertzel machte nach seiner Einwechslung eine gute Partie mit Drang nach vorne. Freier und Dedic hatten zu wenig Zeit, sich nachhaltig in Szene zu setzen, zumal der VfL auf Ergebnissicherung bedacht war.

Fazit: Trotz vieler Baustellen war dies ein guter Einstieg in die Saison. Der Einsatz stimmte und es gab einige Ansätze, die Hoffnung machen. Sollte der VfL auf dem Transfermarkt aber noch einmal aktiv werden, dann gibt es einige Positionen, die dies rechtfertigen.

Sonntag, 22. August 2010

Der Löwe schläft heut Nacht!

Zum Teil ungewöhnliche Rahmenbedingungen gibt es zum Zweitligaauftakt des VfL Bochum gegen 1860 München:

1.) Die Bilanz gegen die Löwen im heimischen Stadion ist glanzvoll. Zwölf Mal standen sich die Teams gegenüber. Kein einziges Mal fuhren die Gäste siegreich zurück. Acht Mal gewann der VfL. Darunter auch das letzte Aufeinandertreffen am 3. Mai 2005. Marcel Maltritz zog den Löwen in der 88. Minute den Zahn. Das war an einem Montagabend und der VfL erklomm die Tabellenspitze der Zweiten Liga.

2.) Waren damals 23.606 Zuschauer im Ruhrstadion, so werden es dieses Mal unter 17.000 sein. Durch die Sperrung der Westkurve ist die Kapazität auf diese Zahl begrenzt. Incl. Vorverkauf und 4.500 Dauerkarten sind knapp 10.000 Tickets weg. Je nach Mischung aus individueller Stimmung und Wetter werden also 14.000 bis 16.000 sowie Millionen vor den Fernsehern den Auftakt des Absteigers erleben.

3.) Als bester Transfer beim VfL gilt derweil Dönninghaus. Die Bochumer Bratwurst wird ab sofort im Stadion angeboten, ebenso wie das gute Fiege Pils, um dessen Ablösung es im Vorfeld erbitterte Diskussionen gab. Dönninghaus ist übrigens nicht eine Bratwurst von vielen... - Aber sparen wir uns die Wortspiele...

4.) Ansonsten hat sich das Bochumer Transfergeschehen beruhigt. Dedic würde man gerne abgeben, aber es gibt keinen Interessenten. Auch Maric taucht plötzlich als Abgangskandidat auf (Bericht: Ruhrnachrichten). Hingegen hat Yahia seine Abwanderungswünsche plötzlich fallen gelassen und will sich in Bochum richtig reinhängen. Na prima.

5.) Im Vergleich zum desaströsen Auftritt in Offenbach, wo außer der Offensive mit Grote, Federico und Tese die gleichen Gesichter wie letztes Jahr die gleiche Leistung wie letztes Jahr boten, sollen nun vermehrt neue Gesichter ein besseres Spiel abliefern. So dürfte Saglik zu Hause als zweite Spitze auslaufen und auch Kopplin und Taski könnten von Beginn an dabei sein. Spannend wird es in der Innenverteidigung: Maltritz, Mavraj und Yahia stehen für die zwei Positionen auf dem Zettel. Keiner hat sich bisher als Unverzichtbar präsentiert.

6.) Potentielle Ligafavoriten haben ihre Visitenkarte bereits abgegeben. Während sich die Hertha vor knapp 50.000 Zuschauern zu einem 3:2 gegen Oberhausen quälte, siegte Fast-Aufsteiger Augsburg mit 4:1 bei Aufsteiger Ingolstadt. Bemerkenswert: Alle Offensivkräfte außer Thurk trafen für die Schwaben. Fürth überragte ebenfalls mit 4:1, Aachen verpasste einen verdienten Heimsieg, Düsseldorf verlor bei Cottbus, einem der 10 Geheimtipps.

Der VfL wird von Beginn an mit einem enormen Druck umgehen müssen. Fans und Umfeld erwarten nicht weniger als den direkten Wiederaufstieg. Nach dem Pokalaus (Gegner Offenbach erwartet in der zweiten Runde den BVB) und den entsprechend ausbleibenden Zusatzeinnahmen ist es auch wirtschaftlich erforderlich erfolgreich zu sein und die Zuschauer zurück zu gewinnen. Und das geht nur mit Leidenschaft und Siegen.

Mein Tipp: VfL Bochum 1848 - TSV München 1860 2:0

Sonntag, 15. August 2010

Bieberer-Berg-Talfahrt

Herzlich Willkommen in der neuen Saison! Es hat sich so gut wie nichts geändert. Auf Wiedersehen DFB-Pokal.

Das sind die drei Schlagzeilen des heutigen Auftritts des VfL. Pflichtspiel Nummer 1 nach einer grauenvollen Bundesligasaison. Pflichtspiel Nummer 1 bei der Mission Wiedergutmachung. - Was der VfL heute gezeigt hat war demjenigen sehr ähnlich, was in der letzten Saison die Fans vergrault und den Abstieg besiegelt hat. Fünfter Trainer nach dem mühevollen Erstrundenpokalsieg in Lotte nun das desaströse Pokalaus in Offenbach.

Nun ist es richtig, dass der VfL noch kein Spiel unter Wettkampfbedingungen hatte und der OFC bereits vier erfolgreiche Pflichtspiele absolviert hat. Auch haben sich andere Zweitligisten in Pokalrunde eins gegen unterklassige Teams schwer getan und sind auch gescheitert. Aber trotzdem ist einfach mehr zu erwarten, vor allem nach den Schwüren der Vorjahresversager.

Einzig Dennis Grote und Philip Bönig setzten gute Akzente, Paul Freier vielleicht noch punktuell. Aber von Philip Heerwagen angefangen bis zur Spitze Tese war es sonst sehr sehr mau. Federico kaum zu sehen, Dabrowski interpretierte sein Kapitänsamt als Dauernörgler beim Schiri und Milos Maric war so was von daneben heute, dass man seine Rolle in Frage stellen muss. Bereits zum Ende der letzten Saison und auch in der Vorbereitung zeigte er enorm viele Ballverluste, sowohl bei der Annahme als auch beim Abspiel. Heute führte ein solcher Fehler zum 2:0 für den OFC und auch beim 1:0 (und noch mal in der zweiten Halbzeit) vermied er es den angreifenden Spieler zu stören und lies ihn unbedrängt zum Fernschuss kommen.

Es war ein Trauerspiel und eine komplette Ernüchterung. Schade nicht nur um den Pokal-Traum, vielleicht noch zwei oder drei Runden dabei zu sein und noch ein geiles Heimspiel zu haben. Schade auch um die zerstörte Illusion, es hätte sich was geändert. Mir graut schon vor dem Spiel gegen 1860 München.

Freitag, 13. August 2010

Einen wichtigeren Sieg erringen!

An dieser Stelle einmal ein anderer Hinweis und Aufruf.

Maximilian ist 7 Monate alt und leidet an einer Akuten Myeloischen Leukämie (AML), einer sehr bösartigen Blutkrebserkrankung. Die Chemotherapie schlägt leider nicht gut genug an, so dass er eine Stammzellentransplantation benötigt, um zu überleben.

Die Eltern und auch seine große Schwester kommen leider nicht als Spender in Betracht, so dass Maxi auf eine Spende von anderen Menschen angewiesen ist, um sein Leben retten zu können.

Die Zeit ist knapp und Maxi ist auf schnelle Hilfe angewiesen. Zunächst muss über eine Typisierung (Speichel- oder Blutprobe) jemand gefunden werden, der als Spender in Frage kommt (Eine Stammzellenspende ist nicht sehr kompliziert und nicht zu vergleichen mit einer Rückenmarkspende). Die Eltern hoffen über den Weg an die Öffentichkeit einen passenden Spender zu finden.

Eintracht Braunschweig hat bei einem Heimspiel über die Anzeigetafel bereits auf die Situation aufmerksam gemacht und in der Stadionzeitung auf Typisierungsmöglichkeiten hingewiesen. Auch der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg wollen die Akton bei ihren Heimspielen unterstützen. Beim SC Paderborn findet eine Zypisierung statt.

Typisierungstermine findet Ihr hier.
Hier gibt es weitere Infos.

Viel Glück und Erfolg Maxi!

Donnerstag, 12. August 2010

Offenbach

Der Bieberer Berg soll Ende diesen Jahres in ein modernes Stadion mit nur noch 18.000 Plätzen umgebaut werden. Damit würden rund 7.000 Plätze wegfallen. Der Rekord von 33.000 Zuschauern aus dem Jahre 1968 wird nur noch eine ferne Erinnerung sein. Ob die bemerkenswerte Offenbacher Stimmung überlebt, bleibt abzuwarten. 1921 wurde das Stadion eröffnet und begleitete den Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 bis heute durch weniger Höhen als Tiefen. Höhepunkte waren u.a. die Pokalspielsiege 1970 gegen 1860, Dortmund und Nürnberg, die zusammen mit dem Auswärtssieg beim "Erzfeind" in Frankfurt den Einzug ins Finale bescherte. In Hannover holten die Hessen mit einem 2:1 über den 1.FC Köln als erster Zweitligist den Pott und stiegen zugleich in die Bundesliga auf. Im einzigen Europapokalduell unterlagen die Kickers dem FC Brügge. In sieben Bundesligajahren war der OFC immerhin viermal Tabellenführer. 1950 (1:2 gegen VfB Stuttgart) und 1959 (3:5 n.V. gegen Eintracht Frankfurt) unterlagen die Kickers in Endspielen um die Deutsche Meisterschaft.

Am 4. Juni 1982 nahm mich mein Vater in einem der zahlreichen vom Bayer gesponserten Busse zum Relegationsspiel nach Offenbach mit. Ganz schön mutig und ein ganz schönes Erlebnis für einen zwölfjährigen inmitten der "richtigen" Fans unter Flutlicht auf dem Bieberer Berg.

Im November 1999 mein zweiter Ausflug nach Offenbach und eine 2:1 Niederlage des VfL, der an diesem Abend verpfiffen wurde.

Unvergessen sind für mich die besondere Stimmung und das leidenschaftliche Publikum. In diesem Jahr wird der VfL in der ersten Pokalrunde dort antreten. Kein leichtes Los...

Und für das neue Stadion kann man sich bereits jetzt hier anmelden.

Weitere Links:
Interessengemeinschaft Stadionbau
Seite von Kickers Offenbach

4. Juni 1982 Kickers Offenbach - Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:0)
18.000 Zuschauer

19. Nov. 1999 Kickers Offenbach - VfL Bochum 2:1 (0:0) 12.500 Zuschauer

Offener Brief von Anthar Yahia

Liebe Fans des VfL Bochum,

jetzt, wo die Saison anfängt und der Transfermarkt bald schließt, habe ich mal ein Gespräch mit dem neuen Trainer geführt. Das war ein gutes Gespräch. Ich habe auch nachgedacht. Die Zeit in Bochum war gar nicht so schlecht. An für sich sogar ziemlich gut. Hier weiß ich, was ich habe. Gut, mit Herrn Herrlich hatte ich so meine Probleme. Weniger wegen der Schweinehälfte in der Kabine, sondern wegen meines Auftrittes beim Afrika-Cup. In Deutschland wird das mit Verletzungen und Regeneration etwas anders gesehen als in Afrika. Das sind einfach kulturelle Unterschiede. Ich habe, wenn ich in Bochum war, aber immer alles für den Verein gegeben. Nicht nur in den 18 Spielen mit 40 Gegentoren wo ich letzte Saison dabei war. Dass ich Herrn Ernst während der WM gesagt habe, dass ich gehen will, habe ich so auch gar nicht gemeint. Es kamen ja auch ganz viele Anfragen von Vereinen aus Frankreich, der Türkei und Italien. Alles Erste Liga. Die wollten sogar ein paar Millionen Euro bezahlen. Aber in Bochum weiß ich was ich habe. Das ist ein toller Verein, sehr familiär und riecht immer so nach Currywurst im Stadion. Auch mit den Mitspielern verstehe ich mich gut. Der mit der 4 zum Beispiel. Verstehen uns blind. Haben wir ja schon ein paar Mal ausprobiert. Auch die Fans in Bochum sind klasse. Sie unterstützen uns immer. Verstehe, dass die sauer sind wegen dem Abstieg. Das war wirklich Pech und der Trainer und meine Verletzung. Mach ich aber wieder gut und möchte darum doch lieber hier bleiben und dem VfL Bochum helfen wieder aufzusteigen. Das habe ich auch Herrn …, wie heißt er noch gleich, habe ich auch dem Trainer gesagt. So, muss Schluss machen, kommt gerade eine SMS aus Frankreich.

Euer Anthar

(Bild von http://www.vfl-bochum.de/)
Das ist natürlich nicht wirklich ein Brief von Yahia...

Dienstag, 10. August 2010

Aufstieg für Unbefugte verboten!

Der Start in die neue Saison steht unmittelbar bevor. Eine von vielen Fragezeichen geprägte Vorbereitungszeit ist zu Ende und ab sofort müssen Erfolge beim VfL Bochum her, Erfolge, die deutlich machen, dass sich wirklich etwas verändert hat beim VfL...

Der Trainer
Nicht Franco Foda sondern Friedhelm Funkel ist der Mann an der Seite. Funkel ist keine Vision, wie es Heiko Herrlich sein sollte, er ist ein bodenständiger Arbeiter, der weiß worauf es in einem Verein wie dem VfL ankommt. Diese Art scheitert in der Bundesliga leider zunehmend. Heute steht man mehr auf Medienmenschen, Show und damit verbunden unweigerlich einem Hang zum Realitätsverlust bis hin zum Größenwahn. Funkel kennt die Gegebenheiten des Marktes. Meine Prognose: Er wird sich nicht verbiegen und er weiß, dass wenn er beim VfL zwei erfolgreiche Jahre mit Aufstieg und Klassenerhalt haben sollte, wahrscheinlich das Ende seiner Tätigkeit naht. Denn dann wird man wieder nach mehr schreien, und das ist nicht drin.

Der Kader
Eine Liga tiefer zu spielen und dabei den Kader zu verbessern ist schwer möglich. Bochum hat sich von Spielern getrennt, denen niemand zutraut, sich für den VfL aufzuopfern und mit Charakter durch die Schweineliga zu pflügen, um am Ende wieder aufzusteigen. Bochum hätte sich gerne noch von weiteren Spielern getrennt, aber da stehen Angebot und Nachfrage in keinem guten Verhältnis. Vielleicht verabschiedet sich Yahia noch, Concha und Johannson sind eh nur als Ergänzungsspieler gesehen. Auch bei einem Abschied von Pfertzel, Maltritz und Mavraj würden nur wenige auf die Barrikaden gehen, sofern die notwendige Verstärkung in der Abwehr noch kommt. Dort ist immer noch die absolute Schwachstelle in der Mannschaft. Mit Federico, Saglik und Tese hat der VfL ein starkes Offensivtrio geholt. Ergänzt von Maric und mit Kefkir, Freier und Grote in der Hinterhand sollten sie die Abwehrreihen schon in Bewegung bringen. Da könnte Freude auf uns zukommen. Mein Team: Heerwagen - Kopplin, Maltritz, Mavraj (Yahia), Bönig - Federico, Maric, Dabrowski, Grote (Freier) - Tese, Saglik

Die Liga
Die zweite Liga ist dieses Jahr zu schaffen. Von den traditionellen Spitzenteams haben sich aufgrund von finanziellen Problemen aller Voraussicht nach der MSV Duisburg, Arminia Bielefeld, Alemannia Aachen und 1860 München bereits um ihre Aufstiegschancen gebracht.
Die Überflieger des letzten Jahres, FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf, stehen unter großem Druck, die Leistungen zu bestätigen und die Platzierung zu toppen. Ich bezweifele, dass dies gelingt. Düsseldorf wird nach den ersten Heimpleiten einen Knacks bekommen, der FC Augsburg ist zu ausrechenbar und war schon im letzten Jahr am absoluten Limit. Union Berlin und Greuther Fürth können an Platz 5 kratzen, vielleicht sogar auch Cottbus, mehr geht nicht. Karlsruhe bleibt das Mittelfeld. Paderborn wird sich nach unten orientieren müssen und dort mit Oberhausen, Frankfurt, Aue, Ingolstadt und Osnabrück streiten. Hertha und Bochum bleibt naturgemäß die Favoritenrolle. Aber es wird natürlich alles kein Selbstläufer. In einer elend langen Saison muss auch in Ingolstadt und Frankfurt ebenso wie zu Hause gegen Fürth und Paderborn alles abgerufen werden. Man kann fast darauf wetten, dass ein oder zwei andere Teams ihren Lauf haben und sich mit oben festsetzen. Deshalb kann jeder Punktverlust tödlich sein. Mein Tipp: Bochum vor Hertha und Düsseldorf.

Der Start
Mit Kickers Offenbach haben wir das wohl schwerste Los für die 1. Pokal-Runde erwischt. Die Kickers haben bereits vier Spieltage absolviert und sich mit vier Siegen eine breite Brust zugelegt. Gerade das sollte sich aber als Vorteil erweisen können. Vielleicht werden die Kickers etwas ungestüm und euphorisch selbstüberschätzt auftreten. Unsere Chance für konzentrierte und effiziente Arbeit. Zugleich ist das Spiel die Nagelprobe für unsere Abwehr und evtl. die Aufenthaltsverlängerung für Yahia. Mein Tipp: O.F.C Kickers - VfL Bochum 0:3

Das Umfeld
Vorstand und Aufsichtsrat haben den Sturm zunächst überstanden. Es gibt immer noch viel und organisierte Kritik, namentlich an Werner Altegoer und Thomas Ernst. Der Fehlgriff mit Heiko Herrlich und der Umgang mit der charakterlosen Mannschaft wirken nach. Sollte sich der VfL einen kapitalen Fehlstart erlauben, brennt in Bochum die Hütte und es könnte zu einer hochexplosiven Mitgliederversammlung (vorauss. September) kommen. Von daher geht es für die Spieler jetzt auch darum, den Verein vor einem gewaltigen Absturz zu retten. Auf der anderen Seite sollte bei den Fans jetzt das Ausschreitungs-Maß voll sein. Weitere Verfehlungen und Strafen des Verbandes werden arge Konsequenzen haben. Mein Rat: Im Niedergang die Chance für einen Neuanfang nutzen. Mehr gemeinsam! Für unseren VfL!

Freitag, 6. August 2010

Vom Kampf gegen die Fans über den Kampf mit den Fans zum Kampf um die Fans

(Bild: www.vfl -bochum.de)
Rund eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel (Pokal in Offenbach, 15.8., 17:30 h) ist die Trauer und Verärgerung in Bochum wegen des überflüssigen Abstiegs, des desaströsen Auftretens der Mannschaft in den letzten Saisonspielen, der erfolglosen Personalpolitik und der unglücklichen Kommunikation auf Vereinsseite nur teilweise verflogen. Zwar konnte mit Friedhelm Funkel ein respektierter Trainer gewonnen werden, zwar gelangen dem VfL einige augenscheinlich gute Neuverpflichtungen, zwar steigerten sich die Ergebnisse und Leistungen in den Testspielen kontinuierlich, aber der Funken springt noch nicht über. Dazu bedarf es wohl eines guten Saisonstartes und einer couragierten Leistung der Mannschaft.
Zu frisch sind noch die Bilder aufgebrachter Fans vor der Geschäftsstelle, beim Training oder nach dem Abstiegsfinale gegen Hannover. Das Verhältnis zwischen den Anhängern und der Vereinsführung war am Nullpunkt angelangt. Zu lange wurde nach Meinung vieler am Marcel Koller festgehalten, der zwar mit dem VfL jedes Mal den Klassenerhalt schaffte, aber das betont sachliche und emotionslose Spiel entfremdete die Anhänger von der Mannschaft. Die Übergangszeit von Frank Heinemann brachte kaum Veränderungen. Mit Heiko Herrlich wurde anschließend ein Trainer verpflichtet, der zweifellos anders war. Nach einer Erfolgsserie kam dann aber der komplette Einbruch. Eine Mannschaft spielte gegen den Trainer und letztendlich gegen den Verein und gegen die Fans.

Wie sollen diese nun zurückgewonnen werden? Einige Spieler, die sich quasi selbst aussortiert hatten, sind weg. Andere sind geblieben und spielen nun unter verschärfter Beobachtung: Maltritz, Mavraj, Pfertzel, Concha, Freier, Prokoph, Grote, Dabrowski - Jede Woche vor tausenden kritischen Bewährungshelfern. Es wird spannend zu beobachten sein, wer von diesen sich wieder Sympathien und Anerkennung erarbeiten kann.

(Bild von: http://twitter.com/derblauekanal)
Auch an der Vereinsspitze ist man vorsichtig und einfühlsamer geworden. Tief sitzen die massiven Beschimpfungen und Forderungen. "Altegoer und Ernst raus!" ist dabei die harmlose Kurzform von Volkes Wille. Zumindest von dem Volk, dass sich besonders laut und medienfreundlich artikuliert. Die in Fan-Initiativen (18:48 berichtete) aufgestellten Forderungen und Wünsche wurden anscheinend aufgenommen. Der Verein bemüht sich intensiv und wohl auch aufrichtig, die Kommunikationsdefizite abzubauen, Vertrauen und Fans zurück zu gewinnen. Das dürfte nicht leicht fallen und letztendlich zählen nur Ergebnisse.

Für die kommende Saison hat der VfL bisher 4.000 Dauerkarten abgesetzt. Das ist Zweitligamittelmaß und entspricht der Zahl aus der letzten Zweitligasaison. Die Zurückhaltung der Fans ist trotz Wiederaufstiegszertifikat verständlich. Zudem dürften die ungewissen und für viele unglücklichen Anstoßzeiten abstoßend wirkend. Außerdem wird keiner in der kommenden Saison Sorge haben müssen, fünf Minuten vor Anpfiff keine Karte für den gewünschten Block mehr bekommen zu können. Wegmarken dürften das dritte und fünfte Heimspiel gegen Bielefeld bzw. Aachen sein. Hier könnten mal wieder 20.000 den Weg an die Castroper Straße finden.

Eine Konsequenz der fortlaufenden Fan-Randale ist, dass der VfL sein Zweitligaauftaktspiel gegen 1860 München mit einer leeren Ostkurve bestreiten muss. Den Dauerkarteninhabern wird ein Platz auf der Westtribüne angeboten. Hoffentlich mit genügend Abstand zum Gästeblock. Die Voraussetzungen für den Start sind daher ziemlich schlecht. Es dürften sich kaum mehr als 8.000 Zuschauer auf den montagabendlichen Weg ins Stadion machen. Und wir sollten überhaupt nicht darüber nachdenken, wie sich die nächsten Heimspiele (u.a. gegen Augsburg und Fürth) gestalten, wenn der Start daneben geht...

Ich persönlich blicke jetzt nach vorne. Ich sehe, dass der Verein sich verändert will und derzeit gut arbeitet. Es darf auch nicht vergessen werden, dass der VfL trotz aller Widrigkeiten nicht verschuldet ist. Ich freue mich auf den Saisonstart und bin gespannt auf die Neuen (vor allem Tese und den Charakter der Mannschaft.

An langjährigen Beziehungen ist ja besonders schön,
wenn man sich nach einem Streit wieder so richtig verträgt...


Wahre Liebe kann hier bezeugt werden.

Dienstag, 3. August 2010

Montag, 2. August 2010

Direkter Wiederaufstiegstourplan - Teil II

6. Spieltag 24.-27.09.2010
Fortuna Düsseldorf - VfL Bochum 1848
Ein richtiger Spätsommer-Kracher. Die Fortuna hat wieder zu einer Euphoriewelle in der Landehauptstadt geführt. Klasse erstes Zweitligajahr und in dieser Saison als Geheimfavorit um den Aufstieg gehandelt. Das letzte Pflichtspiel ist sechs Jahre her. Mit 3:1 gewann der VfL im Pokal in Düsseldorf. Das letzte Liga-Duell liegt bereits 14 Jahre zurück. Damals endeten beide Spiele jeweils 3:0 für die Gastgeber. Und ein Jahr zuvor, am 31. Mai 1991, war wohl das legendärste Spiel der beiden gegeneinander. Der VfL drehte einen 0:3 Rückstand (nach 31 Minuten) im Rheinstadion noch zu einem 4:3 Sieg. Rzehaczelk (36.), Nehl (48.), Helmig (67.), Heinemann (69.) die Torschützen. Das Rheinstadion ist Geschichte, die ESPRIT-Arena ist traurige Realität. Die schlechteste Arena ihrer Art. 2005 fertig gestellt, seit dieser Saison wird es auch knapp 10.000 Stehplätze geben. Der VfL spielte bereits gegen Bayer Leverkusen, als die Werkself eine halbe Saison ihr Ausweichquartier jenseits der Kölsch-Altbier-Grenze hatte.

7. Spieltag 01.-04.10.2010
VfL Bochum 1848 - SpVgg Greuther Fürth
Nur Duelle aus drei Zweitliga Spielzeiten stehen in der Historie der beiden Clubs auf der Liste. Dazu zwei für den VfL siegreich Pokalspiele (1979 und 1992). Bochumer verlor sein erstes Heimspiel gegen die fusionierten Franken 1999 mit 1:2. Torschütze für die Gäste u.a. Meichelbeck. Danach gabe es zwei 1:1, Torschützen: Freier (2001) und Misimovic (2006). Die SpVgg ist immer für einen Spitzenplatz in der zweiten Liga gut, für mehr anscheinend aber nicht. Es steht wieder ein unattraktives und schwieriges Match an, das nach dem ersten Liga-Heimsieg schreit.

8. Spieltag 15.-18.10.2010
Karlsruher SC - VfL Bochum 1848
45 Duelle, incl. der beiden Regionalliga-Aufstiegsrundenspiele 1971 gab es bereits. Der VfL hat sechs Siege mehr als Niederlagen und Remis (Rechentest). Immer wenn Bochum in der Liga bei den Badenern gewann, schossen sie drei Tore. Zuletzt 2008 mit 3:1 durch Treffer von Aza, Dabro und Sestak. 1999 mit dem gleichen Ergebnis (Weber, Lust, Peschel), 1997 gab es ein 3:2 (Közle, Stickroth, Donkov), und 1988 wieder ein 3:1 (Leifeld 2, Nehl).

9. Spieltag 22.-25.10.2010
VfL Bochum 1848 - Alemannia Aachen
6 Tore im Schnitt bei den Zweitligaduellen der beiden in Bochum. Viel mehr kann ein Spiel nicht versprechen. Ein 5:0 (1999), ein 5:3 (2001) und ein 1:4 (2005) stehen zu Buche, danach folgte im Bundesligaduell 2007 ein 2:2. Bochum gegen Aachen schreit nach Flutlichtspiel und guter Stimmung, auch wenn Aachen in dieser Saison nicht unbedingt als Aufstiegsaspirant gilt. Solche Zweitligaspiele sind für die VfL-Gemeinde zweifellos attraktiver als die eine oder andere Erstligapartie der letzten Jahre.


10. Spieltag 29.10.-01.11.2010
FC Energie Cottbus - VfL Bochum 1848
Am 1. Februar 2003 gab es den letzten Heimsieg der Lausitzer gegen den VfL. Danach folgten zwei Remis und zwei Gästesiege. In der ersten gemeinsamen Saison der beiden gewann Cottbus am 8. Spieltag mit 4:2 in Bochum, eine Woche später folgte das Bochumer 2:6 gegen TeBe Berlin, der Sprung auf einen Abstiegsplatz mit 10 Punkten Rückstand auf Rang 3 und die Trennung von Trainer Middendorp. Nach dem 1:1 im Montags-Rückspiel war Bochum mit Trainer Zumdick, der Interimstrainer Dietz ablöste, zwei Punkte vor Cottbus auf Rang zwei und machte genau eine Woche später durch ein 4:0 bei TeBe Berlin den Aufstieg fast schon perfekt. Letzter Bochumer Torschütze im Stadion der Freundschaft war übrigens Anthar Yahia...

11. Spieltag 05.-08.11.2010
VfL Bochum 1848 - FSV Frankfurt 1899
Kurz vor Beginn der Karnevalssession ein ganz neuer Gast in Bochum. Mit dem FSV Frankfurt kommt der Deutsche Vize-Meister von 1925 (0:1 gegen 1.FC Nürnberg)und Vize-Pokalsieger von 1938 (1:3 gegen Rapid Wien) an die Ruhr. Vor 30 Jahren gab es das bisher einzige Duell der beiden. Bochum siegte durch zwei Tore von Jochen Abel in der 3. Pokalhauptrunde am Bornheimer Hang mit 2:1. Der FSV liegt auf Rang 34 der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga und war immerhin 11 Jahre mit dabei, darunter sieben Jahre zwischen 1975 und 1983. Seit 2008 sind die schwarz-blauen wieder da und standen in den beiden letzten Spielzeiten nach Niederlagen am 11. Spieltag mit 5 bzw. 7 Punkten ziemlich am Ende. Warum sollte es dieses Jahr anders sein?

Sonntag, 1. August 2010

Bochum zeigt sich erstklassig!

Gleich drei erstklassige Leistungen gab es am Samstag beim VfL Bochum zu bewundern. Sportlich wurde ein 4:2 Sieg gegen den spanischen Europa-League-Teilnehmer Getafe eingefahren. Der erste überzeugende Auftritt in einem Vorbereitungsspiel, nachdem es zu vor nur Magerkost gegen meist Unterklassige Team gegeben hat. Dabei trug sich auch wieder der nordkoreanische Neuzugang in die Schorerliste ein. Er sorgt für das 1:0. Vor 5.200 Zuschauern trafen zudem noch Freier und Sestak (2).

Auf der Fan-Party, die dieses Jahr auf dem Gelände der Privatbrauerei Fiege stattfand, verkündete Thomas Ernst, dass der Wechsel von Mahir Saglik nunmehr perfekt sei. Der Spieler vom VfL Wolfsburg hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Damit hat sich der VfL mit Saglik, Tese und Federico drei strake Offensivkräfte geangelt. Der vollzogene Transfer darf auch als Anzeichen dafür gesehen werden, dass Stanislav Sestak den Verein verlassen wird. Angeblich bemüht sich u.a. Hannover 96 um den Stürmer. Nun sollte noch ein finanziell und sportlich attraktiver Tausch in der Abwehr vollzogen werden. Anthar Yahia sucht noch einen Verein, der dem VfL eine ordentliche Ablöse zahlt. Dafür muss noch eine weitere Defensivkraft geholt werden.

Bemerkenswert ist auch die Sonderausgabe des VfL-Magazins "Mein VfL", welches allen Mitgliedern per Post zu gestellt wurde. Der Verein tritt damit die Flucht nach vorne an, nachdem ja massiv die Kommunikationspolitik kritisiert wurde. Auf den großformatigen acht Seiten wurden unter anderem auch der Aufsichtsrat und der Wahlausschuss des Vereins vorgestellt. Das darf ganz klar als Erfolg der Bochumer Fan-Initiativen gewertet werden. Es bleibt zu hoffen, dass diese Veränderung grundsätzlich und von Dauer ist.

Damit wäre ein weiterer wichtiger Schritt getan, um in Bochum wieder gemeinsam hinter dem VfL zu stehen. Ich kann im Moment nur sagen: Gute Arbeit, gute Entwicklung, weiter so!