Mittwoch, 31. März 2010

Umfrageergebnis Bochum-Bayern-Freundschaftsschals

Ergebnis der Umfrage im März 2010:
Sollte es wieder Freundschaftsschals "VfL Bochum & FC Bayern" geben?



69 % (105 Stimmen): Ja, warte ich schon lange drauf!
9 % (14 Stimmen): Ist mir egal.
22% (34 Stimmen): Nein, Bochum-Bayern-Freundschaft gibt es nicht.

Insgesamt 153 Stimmabgaben. Vielen Dank!

Freitag, 26. März 2010

Abstiegsgespenst

Einfach nur gruselig, was der VfL heute bot. Vor einer ordentlichen Kulisse von 24.221 Zuschauern unter Flutlicht sollte der Befreiungsschlag gelingen. Daraus wurde der definitive Kick in den Tabellenkeller. Über 92 Minuten bot der nichts, was Hoffnung auf ein erfolgeiches Ende der Saison hindeuten würde. In der ersten Halbzeit hatte der Gast gefühlte 70% Ballbesitz. Die Bochumer waren immer zu weit weg, einen Schritt (aus geistig) zu spät. Auch das überraschende 1:0 durch Holtby änderte daran nichts. Frankfurt spielte besser, Bochum spielte gar nicht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde es etwas besser. Just in diese Zeit fiel die Frankfurter Führung und danach viel den Bochumern überhaupt nichts mehr ein. Herrlichs Ziel, die einfachen Dinge gut zu machen, in weiter Ferne. Pässe über 5 Meter kamen nicht an und nahezu jeder Einwurf von Concha landete auf einem Frankfurter Schädel. Die Einwechslungen von Freier und Dedic in der 60. und Klimo in der 70. Minute brachten nichts. Einzig Holtby und Freier zeigten eine einigermaßen ordentliche Leistung in einem unterirdisch schlechten Kollektiv. Vielleicht hat heute Maric besonders schmerzlich gefehlt, aber das kann keine Ausrede für das gezeigt Grauen sein. Nun müssen wir darauf hoffen, dass Freiburg und Nürnberg nicht überraschende Punkte holen und sogar ein wenig den FC beim Spiel in Hannover die Daumen drücken. Schrecklich...

Ergänzung: Die Spielstatistik VfL - Eintracht Frankfurt
Ballbesitz: 36% : 64%
Torschüsse: 7 : 16
Zweikämpfe gewonnen: 37% : 63%

Mittwoch, 24. März 2010

Bayern-Besieger-Besieger

Ganze drei Siege konnte die Frankfurter Eintracht in 30 Spielen beim VfL Bochum einfahren. Am 24.9.1977 (0:1), am 26.2.1981 (1:2) und am 6. Mai 1995 (0:1). Das ist nicht viel und es wird auch an diesem Wochenende nicht mehr werden. Zwar kommt die Eintracht mit der Empfehlung eines (späten) 2:1 Siegen gegen den FC Bayern, aber auch mit drei Niederlagen zuvor. Die Bilanzen des VfL mit nur zwei Heimsiegen und zuletzt drei Niederlagen in Folge (bzw. fünf sieglose Spiele, bzw. nur einem Sieg in den letzten neun Spielen) sind zweifellos im Moment schlechter, schreien aber ebenso laut wie die Fan-Gemeinde nach einer erneuten Wende.

Der Auftritt des VfL in Bremen hat viel Frust hinterlassen aber auch Positives gezeigt. Die Kombination zuammen mit dem Bewußtsein, wie wichtig das Spiel ist, der Flutlichtatmosphäre und 25.000 Zuschauern wird aber dazu führen, dass der VfL den Gegner niederringen wird. Dabei dürfte auch der 4:3 Sieg des VfL gegen Frankfurt vom 17.11.2006 noch in Erinnerung sein, wo der VfL nach 5 Minuten 0:2 zurück lag und am Ende 4:3 gewann. Seinerzeit war der VfL 17. und seinerzeit war es auch ein Freitagabend-Spiel.

Während man über die Abwehr der Bochumer nichts neues schreiben kann, hat zumindest in der Offensive Lewis Holtby zuletzt das ein oder andere Ausrufezeichen gesetzt. Sestak und Dedic haben in Bremen gezeigt, dass sie trotz einiger Ruhephasen auch noch treffen können und Klimo will es angeblich auch noch mal wissen, sofern er sich nicht wieder verletzt.

Ich freue mich auf ein tolles Match.
Mein Tipp: VfL Bochum - Eintracht Frankfurt 4:2
(Bild: www.eintracht.de)

Dienstag, 23. März 2010

Das Imperium schlägt zurück

Das waren sehr deutliche Urteile. Der 1.FC Nürnberg und der 1.FC Köln wurden für das Auftreten von Personen in deren Fangemeinde bestraft. Keine Stehplatzkarten für den Club bei zwei Auswärtsspielen und überhaupt keine Gästekarten für die Kölner beim Spiel in Sinsheim. Samit dürfte überhaupt kein Zweifel mehr daran bestehen, dass der DFB nun endlich Ernst macht. Die nächsten Maßnahmen werden personifizierte Tickets oder die Abschaffung von Stheplätzen im Gästebereich sein. Weitere Krawalle und Straftaten dürften bei den vorbestaften Teams (wozu auch der VfL Bochum gehört) auch Geisterspiele daheim zur Folge haben. - Manche lernen halt erst spät. Schade für all die 95% anderen Anhänger, die darunter mit leiden müssen. Aber vielleicht werden die jetzt auch wach und sorgen für eine "Null-Tolleranz" -Atmosphäre bei Straftaten, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen in ihren Blöcken.

Wuppertal

Wenn in einem europäischen Wettbewerb eine Mannschaft einen 1:3 Rückstand in ein 5:4 dreht, dann ist das normalerweise ein Spiel für die Geschichte. So etwas bleibt in Deutschland aber Bayer Uerdingen, Werder Bremen, Bayer Leverkusen und anderen vorbehalten. Beim Wuppertaler SV ist es allerdings nicht mehr als eine Randnotiz vor 13.000 Zuschauern, denn die Bergischen hatten das Hinspiel ihres einzigen Auftritts in Europa bereits mit 1:4 beim polnischen Vertreter Ruch Chorzow verloren. In der Saison zuvor belegte der Wuppertaler SV den 4. Platz in der Bundesliga und wäre fast sogar Vize-Meister geworden. Den offiziellen Zuschauerrekord gab es beim Spiel gegen den FC Bayern am 14.10.1972 mit 38.000 (andere Quellen: 40.000). Inoffiziell waren schon rund 50.000 Zuschaue rim Stadion: Bei einem Pokalspiel zwischen dm 1.FC Köln und dem 1.FC Kaiserslautern sowie bei einem Auftritt von Hitler und Goebbels 1932... Die größte Kulisse bei einem Heimspiel hatte der WSV jedoch bei einem Pokalspiel gegen den FC Bayern (2:5 am 29.1.2008) in der Arena auf Schalke.

Das Stadion am Zoo ist markant (und war noch markanter). Die historische Außenwand und den Blick auf die Schwebebahn gibt es heute noch. Die Radrennbahn galt seinerzeit als die schnellste der Welt und sah einige Steher-Weltrekorde. Mittlerweile wurde sie abgetragen. Nach mehreren mehr oder weniger erfolgreichen Modernisierungsversuchen fasst das Stadion nun 28.300 Zuschauer, es dürfen aber nur 25.300 hinein. Die Sorge einer Überfüllung gibt es aber im Ligabetrieb nicht mehr.

Der Wuppertaler SV, der seit der letzten Fusion den Zusatz Borussia trägt, steht vor dem Abstieg aus der Dritten Liga und wird eher über kurz als über lang vor den zu hohen Kosten des Profifußballs kapitulieren müssen. Zu gering ist die Unterstützung von Sponsoren und Fans zwischen Köln, Leverkusen, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet.
(Bild: www.groundhopping.de)

u.a.:
23. April 1994 Wuppertaler SV - VfL Bochum 3:1 (2:0) 15.000 Zuschauer

Sonntag, 21. März 2010

Zeitenwende

Es scheint eine Zeitenwende im Deutschen Fußball eingeläutet zu sein. Trotz Zuschauerbooms und moderner Stadien spaltet sich die Fußballlandschaft in solvente und kaum noch solvente, um nicht zu sagen insolvente, Vereine. Die beiden üblen Ruhrgebietsvereine haben den Größenwahn vorangetrieben. Doch aus welchen Gründen auch immer wurden Sie dafür weder vom Finanzmarkt noch vom Verband bestraft. Aktieninhaber (selber schuld) oder die Kommune (egal, ist eh pleite, soll die nachfolgende Generation richten) sind u.a. die Leidtragenden. Diese Vorgehensweise war anscheinend die Initialzündung für andere Vereine, es ähnlich zu machen. Während Kaiserslautern schon lange von der gesellschaftlichen Inzucht im Bundesland profitiert und immer wieder mit Steuergeldern vor dem Aus gerettet wurde ("Die Region braucht den FCK"), haben die Münchner Löwen ausgerechnet bei den Bayern vorrübergehend ihren weißen Ritter gefunden. Andere Vereine haben sich mit ihren neuen Stadien aber dermaßen übernommen, dass sich die Abwärtsspirale "kein Geld-keine Spieler-kein Erfolg-keine Zuschauer-..." immer weiter in Richtung Abstieg dreht.
Arminia Bielefeld ist hierbei das derzeit akuteste Beispiel. Die nicht zu deckende Etatlücke, der vorzeitige Abschied vom Aufstiegtraum, der große Schnitt in der kommenden Saison. Es wird voraussictlich lange dauern, bis die Arminia wieder an die Tür der Bundesliga klopfen kann. Ein Wunder, dass zum bedeutungslos gewordenen Spiel gegen Paderborn noch knapp 20.000 Zuschauer gekommen sind.

Auch der MSV Duisburg kann die Kosten für die Arena in der 2. Liga nicht aufbringen. Hier wird die Stadt einspringen müssen, damit der Verein zumindest in der 2. Liga konkurrenzfähig bleibt. Nur noch gut 12.000 Zuschauer waren beim letzten Versuch der Zebras dabei, noch einmal in dem Kampf um die Aufstiegsplätze einzugreifen.

Eine Liga tiefer hat Dynamo Dreden es wohl gerade noch geschafft, das finanzielle Überleben zu sichern. Über 1,2 Mio. Euro pulvert die Stadt in dieser Saison in die Mietkosten des Stadions hinein. Rekordverdächtig ist, dass bereits vor Fertigstellung des neuen Stadions erklärt wurden musste, dass dieses ja gar nicht finanzierbar ist. Auch hier sahen nur 12.000 Zuschauer das letzte Abstiegskampfduell.

Alle drei genannten neuen bzw. modernisierten Stadien fassen übrigens rund 30.000 Zuschauer.

Ärger siehts in Essen aus. In der Tabelle der größten Städte Deutschlands von Rang 6 auf Rang 9 gefallen und auch im Fußball gib es von der zweiten in die vierte Liga. Das Theater um einen Stadionneubau zieht sich unebdlich in die Länge. Während 2.500 Anhänger für die Modernisierung demonstrieren schauen sich knapp 6.000 Unentwegte auf der Baustelle im maroden Georg-Melches-Stadion ein 0:3 gegen Schlusslicht Worms an.

Auch anderswo mag unter den Tribünen von neuen Stadien das Risiko noch schlummern, wenn die Stadien mal eine Zeit lang nicht ausgelstet sind. In Wehen beträgt die momentane Auslastung beispielsweise nur rund 1/4 (3.000). Auch wird es sich zeigen, wohin die Entwicklung in Paderborn, Aachen, Rostock, Cottbus, vielleicht sogar Düsseldorf, Mainz und Hannover hingehen wird.

Anders läuft es derzeit in Leipzig und Augsburg ab. Hier scheint eine langfristige finanzielle und strukturelle Basis zu existieren, die es ermöglicht, sich in der Bundesliga etablieren zu können. Die Zuschauer kommen aus Hunger am Fußball, nicht aus reiner Freude an Tradition. Wolfsburg und Hoffenheim bekommen als Antipathieträger wohl bald Konkurrenz. Auf einer soliden Zuschauerbasis und großen Fangemeinde bauen Union Berlin und St. Pauli Stück für Stück ihre Zukunft auf. Dass es so langsam vorangeht, mag viele stören, aber dafür scheint man vor einem plötzlichen finanziellen Desatster sicherer zu sein.

Ähnliche Risikoscheu haben andere Clubs und gehen den solideren Weg ohne sich hoffnungslos zu verschulden. In Bochum und Freiburg geht es nur langsam, aber dafür refinanzierbar voran. Allerdings auch nur so lange, wie sich kein sportlicher Mißerfolg einstellt. Schon die Trainerentlassung in Bochum, Neuverpflichtungen in der Winterpause und ausbleibende Zsuchauer sind für den Weg des VfL höchst riskant. Und nicht zu vergessen ist auch Rot-Weiss Oberhausen. Ein liebevoller Verein, wo man Fußballtradition der 70er/80er-Jahre im Stadion noch spüren kann.


Samstag, 20. März 2010

Es wäre zu schön gewesen...

Es wäre auch wirklich zu schön gewesen, in Bremen zu punkten. Wie beim letzten Auftritt war man lange Zeit kurz davor, führt durch ein Tor von Sestak (14.) und dann nochmal durch Dedic (63.). Bremen egalisierte nicht nur (58. und 65.) sondern machte in der 80. Minute durch Frings den Sieg perfekt. Es passte ins unglückliche Bild, dann in der 89. und 90. Minute der VfL noch Hochkaräter vergab.
"Weiterhin neun Punkte auf den Relegationsplatz sind gut, aber noch nicht ausreichend. Nun folgen die Spiele beim Deutsche Meister, gegen die BeKLOPPten und in Bremen. Sollten es dann nach dem 27. Spieltag immer noch 9 Punkte Vorsprung sein, dann bin ich zufrieden." hab ich nach den Nürnberg-Spiel geschrieben. Jetzt sind wir drei Niederlagen weiter und der Abstand auf den Relegationsplatz (Hannover) und den 17. (Freiburg) ist auf 4 Punkte geschmolzen. Es gibt jetzt nichts anderes, als in den kommenden Spielen gegen den Bayern-Bezwinger Frankfurt und beim SC Freiburg 4 Punkte zu holen. Sonst wirds duster an der Castroper.

Dienstag, 16. März 2010

Nix zu holen

Ich bin selten so sicher gewesen, wie vor diesem Wochenende. Der VfL wird das kommende Spiel ohne den Hauch einer Chance verlieren. Nicht, weil die letzten beiden Spiele so mies waren und 1:4 verloren wurden, nicht weil der SV Werder derzeit wieder einen Lauf hat, nein einfach weil es ein so sicheres Bauchgefühl ist, dass nichts auf der Welt dagegen ankommt.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Werder zwei Tage vor dem Duell gegen den VfL in der Europa League gegen Valencia spielen muss (Wir wünschen ein Weiterkommen nach kräftezehrender Verlängerung) und sich mit einigen Halbverletzten rumplagt (Frings, Özil, Marin). Gut möglich, dass die Bremer Aufstellung am Samstag einige Überraschungen parat haben wird. Erwähnt sei auch, dass Bochums Winterverstärkung Maric erst mal eine rotbasierte Frühlingspause einlegen muss. Interessant ist darüber hinaus die Statistik der Duelle gegeneinander: Der VfL gewann genau eines von 34 Spielen in Bremen. Nämlich am 3. Februar 2008 mit 2:1 durch Tore von Auer und Yahia. Müßig zu erwähnen, dass ein Treffer aus unübersehbarer Abseitsposition erzielt wurde. Im letzten Duell an der Weser führte der VfL bis zur 55. Minute durch einen doppelten Sestak mit 2:0. Am Schluß stand es 3:2 für die grün-weißen. Vor dem Bochumer Auswärtssieg gab es 3 Remis und 10 Niederlagen in Folge.
Während die Bremer in der Liga zuletzt vier Siege und zwei Unentschieden (Leverkusen, Stuttgart) eingefahren, sich für das Pokalhalbfinale und das EL-Achtelfinale qualifiziert haben, hat der VfL nur einen Sieg aus den letzten 8 Spielen vorzuweisen Noch Fragen?

Mein Tipp: SV Werder Bremen - VfL Bochum 3:0

Sonntag, 14. März 2010

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin...

Die A-Junioren des VfL haben heute mit einem 3:1 Sieg in der Verlängerung gegen den amtierenden Deutschen Meister FSV Mainz 05 den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale festgemacht. Die Nachwuchsarbeit des VfL hat derzeit Erfolg. Die von Dariusz Wosz trainierten A-Junioren sind auch in der Liga vorne dabeiund die U23 des VfL hat nach einem 1:0 Derbysieg bei Schalke 04 derzeit den 3. Platz in der Regionalliga West inne und steht deutlich vor den U23 -Teams von Leverkusen, Mönchengladbach, Mainz und Köln. Vielleicht wächst da noch der eine oder andere Bundesligaspieler heran. (Bild: www.vfl-bochum.de)

Samstag, 13. März 2010

Burton Albion - Cheltenham Town

oder: Ein Spiel dauert 90 Minuten
(England League 2, 36. Spieltag, 13.3.2010)

1:0 Shaun Harrad (2.)
2:0 Shaun Harrad (32.)
---------------------------------
2:1 Justin Richards (54.)
2:2 Elito (56.)
3:2 Michael Townsend (58., ET)
4:2 Kabba (72.)
4:3 Michael Pook (84.)
5:3 Kabba (85.)
5:4 Michael Pook (87.)
5:5 Michael Pook (90.)
5:6 Justin Richrads (90.)

Horror

Ich sag's ja nicht gerne. Aber ich habe es heute nicht bis zum Ende ausgehalten. Als Barrios die Partie mit einem Doppelkschlag entgültig entschied, war ich schon auf der Autobahn. Die schwarz-gelben hatten den VfL auseinandergenommen und konnten es sich sogar leisten, zwischendurch mal ein paar Gänge zurück zu schalten.
Die Rote Karte für Maric war nicht mehr als ein Detail in einer Offenbarung, die das heißt: Es reicht einfach nicht für mehr. Die Serie mit acht ungeschlagenen Partien war nur zum Teil einer Verbesserung der eigenen Qualitäten geschuldet. Viele der elf Punkte waren letztendlich glücklich, zwar verdient und erkämpft, aber auch glücklich. Holtby und Maric haben sich zuletzt dem Niveau eines Teams im Abstiegskampf engepasst. Epalle verrennt sich weiterhin und die folgenschweren Abwehrfehler sind auch wieder da. Besonders auffällig die enorm vielen Ballverluste. Dabei wollten wir dich die einfachen Dinge gut und richtig machen. - Der Horror wurde durch die erneuten Siege von Hannover und Nürnberg zum Grauen. Nur noch vier Punkte auf den Relegationsplatz und nächsten Samstag gehts nach... - Ach, ich denk erst gar nicht dran.

Nach vorne! von Sascha Theisen

"Nach vorne!" ist die Sammlung von 25 kurzweiligen (weil kurzen) Geschichten über Fußball und das Leben, das den Fußball streift. Oft spielen Frauen, die unvorbereitet in das Fußballleben eines werdenden oder tatsächlichen Mannes treten, eine Rolle. Oft ist Alemannia Aachen der Verein, welcher der Geschichte den Hintergrund liefert. Die Geschichten sind allesamt nicht schlecht, gut zu lesen, leicht zu verstehen und nachzuvollziehen. Aber sie sind in aller Regel zu seicht. Für einen Fußballfan in meinem Alter bergen sie wenige neue, überraschende oder unbekannte Erkebnisse. Vieles hat man irgendwie schon selbst erlebt, vieles so oder ähnlich schon gehört oder mittlerweile halt auch gelesen. Die Geschichten (mein Favorit, die einzige wo ich gelacht habe: Käfermann! Käfermann!) wären eine gute Kolummne für ein Magazin oder eine Stadionzeitung oder sind ideal für die tägliche Reise im ÖPNV (reichen aber nur für eine Woche), genügen aber nicht einem literarischen Abend bei einem Glas Wein.

Thema: ++
Lesbarkeit: ++++
Orginalität: ++
Kult: +
Preis: ++++

Nach vorne!: Lästernde Kiebitze, spielentscheidende Stadionwürste, betrunkene Vorstopper - TORWORT-Geschichten über Fußball
Herausgeber: Sasche Theisen
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Die Werkstatt; Auflage: 1. (4. Januar 2010)
Sprache: Deutsch
Preis: 9,90 Euro

Freitag, 12. März 2010

Die Bayern

Also eines vorweg. Ich bin kein Bayern-Fan. Zu Leverkusen habe ich Sympathien, immerhin bin ich in Leverkusen geboren, groß geworden und lebe jetzt wieder unter dem Bayer-Kreuz. Auch habe ich meine ersten Live-Spiele im Ulrich-Haberland-Stadion erlebt, z.B. das 2:1 gegen Schwarz-Weiss Essen am 27. Mai 1978. Leverkusen gönne ich die Meisterschaft mehr als anderen, denen (natürlich außer den beiden Ruhrgebietsüblen) wenn sie guten Fußball spielen aber auch. Der FC Bayern polarisiert. Uli Hoeness polemisiert, Oliver Kahn prollisierte, usw. Aber einiges muß man den Bayern hoch anrechnen, z.B. dass sie letztendlich der wirtschaftlich best aufgestellte Verein in Europa sind. Dass sie eine hohe soziale Verantwortung zeigen. Dass sie, trotz der Internationalisierung und Kommerzialisierung, eine Identifizierung mit dem Verein möglich machen. Letztendlich retten die Bayern Deutschland oftmals die internationale Reputation und die Punkte in der UEFA-5-Jahres-Wertung. Dafür Danke.

Die Bayern sind der viertumsatzstärkste Verein Europas. Vor Arsenal, Liverpool, Juve und den beiden Mailänder Teams. Die Bayern haben keine 800, 400 oder 200 Millionen Euro Schulden. Die Bayern spielen jedes Jahr bei einem in Not geratenen Verein für lau und retten damit Clubs, die anscheinend nur auf Tradition statt auf Vernunft setzen, das Überleben für ein paar Jahre. Die Bayern entwickeln Top-Spieler in der eigenen Jugend und sammeln die deutschen Nationalspieler (vornehmlich so genannte Stürmer) statt sich nur mit Söldnern einzudecken. Sie schaffen es sogar, dass sich viele ausländische Spieler im Verein wohl- und mit ihm verbunden fühlen. Der FC Bayern hält verdiente Spieler auch nach deren sportlichen Karrieren im Club (Maier, Müller, Aumann, Nerlinger, Scholl, ...) und nicht zuletzt bemüht sich der Verein auch den Spagat hinzubekommen, zahlungskräftiges Publikum ins Stadion zu bekommen, ohne die Fans zu vertreiben.

Davon können sich viele andere deutsche Vereine (ausländische sowieso, aber die interessieren nicht) einige Scheiben abschneiden. Deshalb bin ich vielleicht doch ein bißchen Bayern-Fan. Aber die Lederhosen dürfen ihnen trotzdem gelegentlich ausgezogen werden...

Mittwoch, 10. März 2010

Fiege-Fan-Abend mit Jupp Tenhagen, Martin Kree und Lewis Holtby

Diesmal war das 8zehn48 sehr gut gefüllt. Geschätzte 150 Personen lauschten den Geschichten von Jupp Tenhagen und Martine Kree über vergangene Derbys und deren Zeit bei dem falschen Ruhrgebietsverein. Lewis Holtby musste da etwas zurückstecken, er sammelt noch Derby-Erfahrungen... - Perfekt moderiert und in einer sehr gelösten Stimmung kamen die Erinnerungen an so manche vergangene Derby-Schlacht hoch. Natürlich das 6:0 im Parkstadion und ein 6:1 gegen die Schwarz-Gelben. Derbys sind und bleiben immer was besonderes, darin waren sich alle einig. Lewis Holtby, an für sich ja noch ein Sch***er, lies glaubhaft erkennen, dass er sich in Bochum und in der Mannschaft sehr wohl fühlt. Der 20-jährige Ex-Aachener kam sehr bescheiden und bodenständig rüber, von daher passt er zum VfL und hat in der Tat das Zeug zum Publikumsliebling. Warum er nach Bochum gekommen ist? Weil er das Gefühl hatte, "da geht noch was", so Lewis. Dass Jupp Tenhagen mit Leib und Seele Bochumer geblieben ist, stand nie in Frage. Aber das Martin Kree, der nach sechs Jahren in Bochum noch fünf Jahre in Leverkusen (u.a. Pokalsieger) und vier Jahren im Nordosten des Ruhrgebiets (CL-Sieger, zwei Mal Meister) spielte, sich immer noch zum VfL bekennt ist schon bemerkenswert. Anscheinend hat der VfL mit seiner bescheidenen und familiären Art bei vielen seiner (Ex-)Spieler Eindruck hinterlassen. Das macht den VfL (u.a.) aus, und das soll auch so bleiben. Thomas Ernst, der der Diskussion aufmerksam folgte, wird dies mit Freude und als Bestärkung zur Kenntnis genommen haben.

Dienstag, 9. März 2010

Emma und der Bekloppte

Na da haben wir endlich wieder ein ausverkauftes Ruhrstadion und zigtausend bis an die Haarspitzen motivierte Bochumer. Jetzt auch den anderen Nachbarn mit seinem durchgeknallten Trainer und dem bescheuerten Maskottchen zu ärgern wäre einfach nur geil und ein famoser Schritt Richtung Klassenerhalt. - Allerdings dürfen die schwarz-gelben als Favorit bezeichnet werden. bwin zahlt 2.20 für deren Sieg, wenn der VfL gewinnt kriegt man ebenso 3.20 wie bei einem Remis. Auch wenn die drei letzten Auswärtsspiele (Sch***e, Bayern, Stuttgart) verloren wurde, hat die Mannschaft in dieser Saison die Erwartungen bisher mehr als erfüllt und zeitweise sogar überzeugt. Hummel, Sahin, Großkreutz (allesamt 88er) und Top-Stürmer Barrios sind schon ein Ausrufezeichen wert.

Der VfL muss die üble zweite Halbzeit in Wolfsburg vergessen machen und 90 Minuten voll konzentriert und engagiert zu Werke gehen. Am Engagement wird es kein Zweifel geben. Zu viele Spiele sind schon in einer Energieleistung gedreht worden und beim Derby wird keiner vor der 95. Minute aufgeben. Spannend wird die Aufstellung werden. Die Gelbsperren von Mavraj und Prokoph erfordern Veränderungen. Während Yahia nach seiner langen Pause gesetzt ist, scheinen im Mittelfeld mehrere Optionen möglich. Sollte Maric beschwerdefrei trainiert haben, ist er neben Dabrowski gesetzt. Holtby könnte nach zuletzt schwachen Partien zunächst eine Pause bekommen. Freier mit ansprechender Leistung sollte dabei sein. Grote und Azaouagh drängen ins Team. In der Offensive hingegen ist Ratlosigkeit angesagt. Ob Klimowicz nochmal fit werden wird ist fraglich. Ihm gebührt wohl eine Jokerrolle. Hashemian hinterließ zuletzt einen besseren Eindruck als Dedic. Epalle spielt zuletzt glücklos, Sestak darf (noch) als gesetzt gelten.

Bochum Heimbilanz gegen Emmas Freunde ist gar nicht so schlecht: 11-13-6. Allerdings gab es seit Oktober 2003 nur noch einen VfL-Sieg. Am 10. März 2007 durch zwei Gekas-Tore mit 2:0.

Ein ungemein schweres Spiel für den VfL, der keinesfalls verlieren darf, um nicht wieder in die Abstiegszone reinzurutschen, Selbstvertrauen zu tanken und die Fans mit ins Saisonfinale zu nehmen. Demnach würde das Spiel 1:1 enden, wenn nicht kurz vor Schluß einer unserer Langen den Kopf reinhält. VfL Bochum - Emma 2:1

Fan-Freundschaft Bayern & Bochum

Ein Dauerbrenner im Westline-VfL-Forum ist die Fan-Freundschaft zwischen dem VfL Bochum und dem FC Bayern München, bzw. was davon übrig geblieben ist oder wie sie mal war.
Klassische Fan-Freundschaften sind eh rar geworden. Man besucht sich nicht mehr bei Spielen in der Nachbarschaft (Problem der Eintrittskartenpreise und -verfügbarkeit), Fan-Club-Turniere o.ä. gibt es auch nicht mehr so viele, insgesamt ist die heutige junge Generation der Fußballfans anders gestrickt als die Kuttenträger der 80er.

Trotzdem gibt es noch die Sympathie zu anderen Vereinen, oftmals auch getragen durch die gemeinsame Abneigung des gleichen anderen Vereines (Die Feinde meines Feindes sind meine Freunde). In Bochum läßt man die Bayern gerne hochleben, wenn es gegen die beiden üblen Ruhrgebietsvereine oder gegen Leverkusen geht. In München freut man sich bestimmt über jeden Bochumer Sieg, weil dadurch automatisch ein Bayern-Gegner getroffen ist (Stuttgart, Nürnberg, Hamburg, Leverkusen, Bremen, Ruhrgebietsübelvereine,...).

Das ist schön, aber reicht es für eine Fan-Freundschaft? Die Fan-Clubs Lipperose Lippstadt (Bayern) und Blue-Hearts (Bochum) praktizieren das. Spielen die Bayern in Bochum, ist im Haus Frein ordentlich Party. Die Ruhrpott-Bazis (Bayern-Fan-Club) haben ihr liebstes Heimspiel. Und als Bochum-Fan hat man bei Auswärtsspielen in München auch nichts zu befürchten. Passt doch.
(Bild: Freundschaftsschals sind wieder in Mode)

Der Marketing-Leiter des FC Bayern hat auf Anfrage mitgeteilt, dass der FC Bayern keine neuen Freundschaftsschals auflegen will: "aufgrund der auch von Ihnen aufgeführten Tatsache, dass sich die Kontakte unserer Fangruppierungen stark verringert haben und de facto keine Fanfreundschaft mehr besteht, würden wir von einer Neuauflage des Freundschaftsschals absehen wollen. Wir erachten eine derartige Umsetzung erst dann für sinnvoll, wenn hier eine (offizielle) „Verbrüderung“ eintreten sollte." Ich finde es schade und starte daher eine Umfrage unter den (VfL und Bayern) Fans.

Montag, 8. März 2010

Abschlusstabelle

Irgendwie hatte ich heute das Gefühl, dass es gut wäre, wenn die Saison zu Ende ist. Die letzten Spiele bzw. Spieltage waren irgendwie seltsam. Wie ein langsam aufziehender Nebel des Grauens (The Fog) nimmt die Bundesliga eine Wendung. Oben wie Unten. Der Abstand des VfL zu den bösen Plätzen wird kleiner. Die Kellerkinder gewinnen. Die Schmuddelvereine punkten. Das Übel steht auf Platz 2, das andere Übel auf Platz 5, das dritte Übel hat den VfL wieder überholt. - Um zu sehen, dass meine Sorge unbegründet ist, habe ich die Ergebnisse der letzten 81 Spiele schnell in die Tabelle eingerechnet (Achtung, der letzte Spieltag hat es in sich: Bayern und die beiden üblen Ruhrgebietsvereine nur unentschieden). Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen. Sicherheitshalber habe ich aber die Türritzen abgedichtet. Wegen des Nebels...

Samstag, 6. März 2010

Nach den Serien ist in den Serien

Eine sehr gute erste Halbzeit hatte mir das Gefühl vermittelt, dass wir die laufenden Serien ausbauen könnten. Zusammen mit den Zwischenständen auf den anderen Plätzen wäre die Sektflasche mit der Aufschrift Klassenerhalt schon so gut wie fällig gewesen, aber dann kamen zwei Auswechslungen und eine zweite Halbzeit, die Träume und Serien hat platzen lassen. Tausche Sekt gegen den Abstiegskampf-Beruhigungtee und nach den Serien ist in den neuen Serien:
3 Spiele ohne Sieg, nur ein Sieg in den letzten 7 Spielen... -
7 Punkte Vorsprung sind es noch, das von reviersport immer fröhlich vermeldete Plus in der Tordifferenz ist in Wirklichkeit natürlich keines, denn wer 7 (9) Punkte aufholt, holt automatisch mindestens 5 (6) Tore auf.

Die Wechsel in der Halbzeit (Dedic für Hashemian und Prokoph für Epalle) und der damit verbundene Positionswechsel von Holtby (im Zentrum) haben einen massiven Bruch im Spiel bedeutet. Wolfsburg wurde stärker, Bochum lies zu viel, vor allem über die Außen, zu und die Innenverteidung bot dann das, was man von ihr kennt, aber länger nicht zu Schäden geführt hatte. Da lief bei unserem VfL heute einiges schief und ich hoffe, dass die Beteiligten daraus lernen. Eine Niederlage in Wolfsburg ist kein Drama, sofern damit nicht ein Ende der positiven Entwicklung eingeläutet wurde. Am Samstag ist Dortmund zu Gast, da gelten andere Gesetze. Die Gelbsperren von Mavraj und Prokoph sollten zu verkraften sein. Yahia und Grote sollten auf ihre Chance brennen. Holtby sollte definitiv nicht in der Mitte spielen und Maric kann es besser als zuletzt gezeigt. Ein Lichtblick heute war Freier, nicht nur wegen seines Tores. Also, Mund abwischen, weiter geht's.

Mittwoch, 3. März 2010

Wolfsgeheul

Für die zuletzt so stabile Bochumer Abwehr wird es eine Bewährungsprobe sein, gegen Grafite und Dzeko zu spielen. Immerhin haben die beiden Meistermacher auch in dieser Saison bereits 18 mal getroffen. Trotzdem läuft es für die Niedersachsen nicht gut. Nach Magaths Abgang ist die Mannschaft in ein Loch gefallen. Dzeko scheint den Verein verlassen zu wollen (festgeschrieben Ablösesumme: 40 Mio. Euro), andere liebäugeln ahrscheinlich auch damit. So spielt das Team mittelmäßigen Fußball und steht demnach auch im Niemandsland der Tabelle. Die Europa League bietet da schon die bessere Perspektive, im Achtelfinale wartet der russische Meister Rubin Kazan, nachdem Villareal, 8. der spanischen Liga, mit 2:2 und 4:1 souverän ausgeschaltet wurde. Am Samstag wird den Wölfen der Ex-Bochumer Misimovic wegen seiner 5. Gelben Karte fehlen. Eine vielleicht entscheidende Personalie.

Die Bochumer haben derzeit eine schwierige und schwierig zu beurteilende Phase. Das Punktesammeln und Platz 5 der Rückrundentabelle spricht für sich. Gleichwohl wartet man bisher noch auf ein spielerischen Schritt nach vorne. Die Auswärtserfolge waren mehr erkämpft als erspielt, mehr glücklich als überzeugend. Auch in Wolfsburg dürfte der einzig wahre VfL aus einer sicheren Defensive heraus sein Glück suchen. Dabei muss Holtby im Mittelfeld deutlich besser werden und auch die Außenspieler mehr Impulse nach vorne setzen. Mit Epalle, Azaouagh und Hashemian drängen drei Offensiv-Spieler ins Team. Prokoph blieb zuletzt blass und auch Dedic könnte wieder in die Joker-Rolle schlüpfen.

1970 kreuzte der VfL erstmals die Klingen mit dem VfL. In der Aufstiegrunde zur Bundesliga siegten die Bochumer daheim 4:0 und verloren in Wolfsburg vor 2.000 Zuschauern mit 0:1. Für beide reichte es nicht um Aufstieg. Danach traf man sich erst 1993 in der 2. Bundesliga wieder. Bochum und Wolfsburg konnten jeweils nur zwei von 10 Bundesliga-Auswärts-Partien gewinnen. In den gesamten 26 Aufeinandertreffen gab es nur 4 Remis.

Aktuell blicken die Wölfe auf drei Siege in Folge zurück (Schalke, Villareal, Hannover). Zuvor setzte es ein Heimpleiten-Serie mit Niederlagen gegen die Bayern, Köln, Dortmund und Nürnberg, bei zwei Remis gegen Freiburg und Nürnberg). Bochums letzte Auswärtsniederlage datiert vom 1. November 2009 (Frankfurt). Danach wurde sechsmal in Folge in der Fremde nicht verloren. Die niederlagenfreie Zeit dauert nunmehr schon acht Partien an.

Mein Tipp: VfL Wolfsburg - VfL Bochum 1:1

Dienstag, 2. März 2010

Always Ultras

Es reicht. - Die Vorfälle am vergangenen Wochenende im Nürnberger-Block beim Auswärtsspiel in Bochum sollten der letzte Anlass für ein rigoroses Durchgreifen gegen das unerlaubte und gefährliche Abbrennen bzw. Zünden von Feuerwerkskörpern, Bengalos und Rauchbomben sein. Zumal sich damit auch eine in letzter Zeit ansteigende Aggressivität und Gewaltbereitschaft verbindet. Bei nahezu jedem Spiel gibt es mittlerweile Aktionen, die nicht nur peinlich sind und scheiße aussehen sondern regelmäßig unbeteiligte Zuschauer und Fans, Frauen und Kinder in Mitleidenschaft ziehen und den Spaß an einem Auswärtsspiel gründlich versauen. Maßnahmen der Polizei und der Ordner sind das Eine. Es kommt aber jetzt auch darauf an, dass sich die anderen Zuschauer gegen den Terror von einigen Idioten und Kranken wehren. So wie sich Fan-Kurven dagegen wehren, dass sich Rechtsextremisten ihre Plattform suchen, sollten sich die anderen Fans dagegen wehren, dass sich Ultras nennende Spinner dort in Szene setzen wollen. Liebe Ultras. Support, Choreos, Doppelhalter - ja bitte. Das ist gut und das brauchen wir. Aber wenn es wieder Rauch, Feuer und Kanonenschläge gibt, dann gilt die Parole "Ultras raus!"

(Bild: vfl-bochum.de)