Donnerstag, 13. Juni 2013

Go Leon, go!



Großes Transfertheater in Bochum. Auf Augenhöhe mit dem Geschacher um Lewandoski und De Bruyne duellieren sich der VfL Bochum und Schalke 04 um Leon Goretzka. Der Wechsel des 18-jährigen zum Nachbarn war schon vermeldet, doch die Bestätigung lässt noch auf sich warten.  Möglicherweise wird eine Ausstiegsklausel in dem bis 2016 laufenden Vertrag unterschiedlich interpretiert und der VfL erhofft sich, eine höhere Ablösesumme als die kolportierten 3-4 Mio. Euro erzielen zu können.

Jetzt wird gepokert. Und wenn dies dazu führt, dass der VfL ein paar hunderttausend Euro mehr von dem liquiden Nachbarn bekommt, dann lohnt sich das allemal. Aber Leon Goretzka dürfte das Kapitel VfL nach zwölf Jahren (!) beendet haben und wir bedanken uns bei einem Ausnahmespieler, dessen Weg wir sicherlich weiter verfolgen werden und wünschen ihm viel Erfolg! Seine Verbundenheit zum VfL ist sicherlich eine andere, als die der beiden oben erwähnten Spieler zu den Clubs, die sie verlassen.

Samstag, 8. Juni 2013

Immer weiter MSV!



JETZT ERST RECHT - MSV!
Eines vorweg: Ich mag den MSV. Er ist dem VfL gar nicht so unähnlich. Eine übermächtige Nachbarschaft im Fußball, eine schwierige Situation der Stadt, ein Graue-Maus-Image, das man nicht ablegen kann und immer wieder wirtschaftliche Zwänge und sportliche Rückschläge, die verdaut werden müssen. Ein stetiger Kampf und Anerkennung und Fans. – Ich hab den MSV in den 80er-Jahren bei Spielen der Oberliga begleitet. Zu Viktoria Köln und dem VfB Langenfeld. Auch beim Pokalhalbfinalaus gegen den 1.FC Köln war ich dabei. Es schmerzt mich, ebenso wie viele andere Fußballfans an Rhein und Ruhr, zu sehen, wie der MSV nun abstürzt. Sollte es darum gehen durch Blutspenden, Retter-Shirts, Fan-Anleihen oder sonstigem Kram Fan-Gelder einzutreiben, würde ich mich engagieren. Wohlwissend, dass  der MSV damit noch lange nicht den Weg der Besserung beschreiten würde.

Dienstag, 28. Mai 2013

Ab in den Urlaub



Im Kalender ist für heute noch ein Termin eingetragen. Zum Glück kann ich den vor dem Fernseher wahrnehmen. Die vier Siege zu Neururers Rückkehr und das volle Stadion in den letzten drei Partien lassen fast vergessen, wie knapp der VfL am dem möglichen Abstieg vorbeigeschrammt ist. Ein einziges Pünktchen trennte und schließlich davon. Hätten die beiden sächsischen Teams am vorletzten Spieltag Remis gespielt, hätte es und erwischt. Wäre Sandhausen gegen uns kurz vor Schluss der Ausgleich  geglückt (was durchaus möglich war), hätten die Kölner ihr Spiel bei uns nicht verloren (was ebenso denkbar war), ständen und säßen wir heute zum Showdown an der Castroper Straße, um den VfL aus Osnabrück auszuschalten.

Freitag, 10. Mai 2013

Nach vorne! Zu guten alten Zeiten!



Jetzt haben wir den alten VfL zurück. Oberflächlich ein Gefühl, wie mit der Zeitmaschine gespielt. Tatsächlich aber die Erkenntnis, dass der VfL die in seinem Leitbild verankerten Werte und Ideale nun wirklich glaubwürdig lebt. Allen Widrigkeiten zum Trotz: Wir stehen in guten und in schlechten Phasen zueinander und treiben uns gegenseitig mit Herzblut immer aufs Neue an. Miteinander kämpfen wir immer mit vollem Einsatz, treten als verschworene Einheit auf und sind stets füreinander da.

Montag, 22. April 2013

Wir sind wieder hier, in unsrem Revier...

Der Aufsichtsratvorsitzende hörte sich geduldig
fachmännische Kommentare an...
Es ist schon alles gesagt. Berichte und Kommentare überschlagen sich. Letztendlich ist die Botschaft so einheitlich wie eindeutig. Mit Peter Neururer ist alles zurückgekommen, was man beim VfL zum Teil lange vermisst hat: Erfolg in Form von 6 Punkten aus zwei Spielen, Euphorie in Form von 26.000 Zuschauern statt knapp 10.000, Leidenschaft die zwischen Tribünen und Spielfeld hin und her schwappt. Bochum genießt den Augenblick. Die Zukunft kommt schon noch früh genug.

Ich konnte sowohl gegen Aue als auch gegen Pauli die Stimmung in der revirpower-Lounge miterleben. Es herrschte ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mag man zu den VIPs stehen wie man will, am Freitag war auch dort eine Stimmung zu fühlen, die einerseits begesitert und andererseits entspannt anmutete. Im Rausch (doppeldeutig) konnte  ich nach dem Spiel u.a. mit Frank Goosen und Hans-Peter Villis sprechen. Auch diesen beiden VfL-Fans war ein mächtiger Stein vom Herzen gefallen. Die absolute Verzweiflung war einer neuen Hoffnung gewichen. Ein solches Spiel dürfte auch allen anwesenden zweifelnden Geldgebern des Vereines Nahe gegangen sein und könnte, wenn die Saison oberhalb der Linie abgeschlossen wird, Futter für die Goldesel gewesen sein. Da war selbst dort oben VfL-Feeling pur zu spüren. Und auch von vielen bekennenden Nicht-Fußball-Interessierten erhielt ich heute ungewohnten Zuspruch. Der VfL scheint doch bei vielen im Herzen zu schlummern.

Freitag, 19. April 2013

Die Geister die ich rief...

Unvorstellbar, was sich in Bochum die letzten Tage getan hat. Ein Schnäuzer küsst eine ganze Stadt wach, die seit vielen Monaten in fußballerischer Lethargie dem Untergang entgegenschlich. Der obligatorischen Anfangseuphorie nach dem 2:1 am ersten Spieltag vor 16.000 Zuschauern gegen Dresden  folgte wenig erbauliches. Ein Zwischenhoch zum Jahresende mit einem 3:0 vor 20.000 Zuschauern im Pokalachtelfinale gegen 1860 wirkte nur bis zum ersten Spiel des neuen Jahres. Zuletzt verloren sich keine 10.000 regulären Zuschauer im Schmuckkästchen. Wenn Opel dicht macht, können wir den VfL in Bochum gleich mit beerdigen. Ergänzend dazu die sich häufenden Meldungen über wirtschaftliche Schwierigkeiten an der Castroper. Sponsoren springen ab oder kürzen ihr Engagement. Neue Partner standen nicht gerade Schlange.