Dienstag, 7. April 2015

Matador Gertjan, pack den Stier an den Hörnern!


Kann so im Shop bestellt werden...

Nur die Schlagzeilenpresse wollte aus dem Spiel in Darmstadt nochmal einen Angriff auf die Aufstiegsplätze machen. Das es rechnerisch und sportlich nicht reicht hat die Mannschaft, trotz starker Unterstützung ihrer Anhänger, aber auch dem letzten Optimisten gezeigt.  Nun dürfen wir auf ein Saisonfinale freuen, wo es für uns um nichts (außer der Weiterentwicklung und möglichst viel Freude), für unsere Gegner aber um alles geht. Während wir in München, Aalen und St. Pauli die Gastgeber weit in Richtung 3. Liga schießen können haben wir zu Hause die tatsächlichen (Lautern, Ingolstadt) und den vermuteten Aufsteiger Leipzig zu Gast bevor am 34. Spieltag mit dem SV Sandhausen das bis dahin wahrscheinlich gerettete Überraschungsteam die Saison für uns beschließt.

Auch wenn es mit Blick auf die kommende Saison gar nicht so schlecht wäre, wenn Leipzig und Lautern statt Ingolstadt und Darmstadt aufsteigen, hoffen wir doch noch auf eindrucksvolle Auftritte der Verbeek-Jungs, die sich weiter zu einer starken Mannschaft entwickeln, mit der wir in die nächste Saison starten können. 

Dienstag, 24. Februar 2015

Eine gute Nullnummer kann Hoffnung machen


Auch Thomas Eisfeld steht für den
momentanen Aufwärtstrend

Es war ein 0:0 der ziemlich guten Art. Natürlich mit Einschränkungen, im Abschluss, zeitweise in der Abwehr und punktuell in Sachen unnötige Gelb-Rot-Gefährdung (Latza, Perthel), aber mit vielen lange vermissten Qualitäten, die sich schon im Heimspiel gegen Braunschweig andeuteten. Ob dies tatsächlich nachhaltig die Handschrift des neuen Trainers ist  oder erneut nur ein temporäres Aufflackern der Qualität einer Mannschaft, die offensichtlich zu mehr in der Lage ist, als sie zumeist zeigt, wird sich wie immer zeigen.

Erstaunlich ist, dass sich gleich drei personelle Veränderungen so positiv auszuwirken scheinen. Michael Esser strahlt bei konstant guter Leistung mindestens genau so viel Ruhe aus wie Kapitän Luthe. Thomas Eisfeld hat sich schnell ins Team gespielt und überzeugt weit mehr als es Tasaka regelmäßig macht. Bessere Standards, besserer Blick, größere Genauigkeit. Selim Gündüz rackert eifrig, hat Zug zum Tor und Selbstbewusstsein. Manchmal etwas ungestüm und fehlende Übersicht, aber das darf getrost der mangelnden Erfahrung zugeschrieben werden. Er scheint einen guten Weg zu gehen und verdünnt die Luft für Sestak und Latza die ihrerseits noch viel vermissen lassen.  

Montag, 23. Februar 2015

111 Gründe, den VfL Bochum zu lieben

Natürlich ein Muss. Mit dem Autor verbrachte ich die Auswärtsfahrt zur Pokalniederlage im Viertelfinale in Stuttgart und konnte das Buch daherbesser lesen, da ich einen kleinen Eindruck hatte, wie Tom so "tickt", ergänzt um seine regelmäßigen Blog-Artikel.

111 Gründe, den VfL zu lieben muss man erst einmal finden und auch noch zu Papier bringen. Der Autor bringt natürlich viele eigene Erlebnisse mit, die auch abseits des eigentlichen Spielgeschehens, abseits der Mannschaft, der Erfolge und Pleiten spielen. Das sind oftmals nette Geschichten, manchmal sich wiederholende Pointen, aber niemals langweilige Abschnitte auf dem Weg zu 111.

Erstaunlich, aber leztendlich doch nicht wirklich, dass sich unsere Wege so oft gekreuzt haben.Natürlich Lüttich, natürlich Meppen, natürlich Aachen, natürlich Pokalfinale. Nix fehlt, kein Ata, kein Fiege, kein Tiger, keine Zaubermaus, keine Regenbogentrikots, nicht das 5:6, nicht die Currywurst, ncht die Alm und nicht der tanzende Trainer.

Und schön, dass man ein paar Ungenauigkeiten findet und feststellen kann, dass man das eine oder andere Ereignis noch sehr gut in Erinnerung hat..:

1.) Yoo-Sung Kim spielt beim ersten Spiel in Meppen und nicht im zweiten. Er flog sogar vom Platz. Ich war dabei. 
2) Das dritte Relegationsspiel Fortuna Köln - BVB endete in Düsseldorf 0:8 (nicht 0:7). Ich war bei allen drei Spielen dabei. 
3) Peter der Retter gewann bei seiner Rückkehr 4 Spiele in Folge (nicht 5). Cottbus, Pauli, Sandhausen, Köln. Die letzten beiden Spiele (gegen FSV und Union) wurden verloren. 
4) Beim Bochumer Aufstiegsspiel in Aachen (bin ich von Schwerin aus hingereist) spielte parallel Mainz bei Union Berlin und nicht zu Hause

Sorry, Tom, das musste sein ...

Ein Buch zum gerne lesen. Ein Buch zum Erinnern. Vielen Dank dafür.

Spieltage - Die andere Geschichte der Bundesliga


Heinz Höher kennt vielleicht nicht jeder. Vor allem jüngere Fußballfans und solche, die nicht aus dem Fußballwesten kommen, sei es verziehen. Aber einigen anderen dürfte Heinz Höher ein Begriff sein. Und er ist es letztendlich auch, wegen dem ich vor knapp 40 Jahren VfL Bochum Fan geworden bin.

Heinz Höher kommt aus Leverkusen, ging gut 30 Jahre vor mir, in die gleiche Schule, in die gleiche Kirche und wohnte in der gleichen Siedlung. Als er nach seiner aktiven Karriere bei Bayer Leverkusen, dem MSV Duisburg, Twente Enschede und zuletzt bei VfL Bochum, mit dem er das DFB-Pokalfinale erreichte, Trainer wurde (1972-1979 beim VfL) bekam ich über seinen Neffen Lutz und meinen Bruder die ersten VfL-Devotionalien. Damit war meine Fan-Zukunft entschieden. Der VfL hatte mich in der Dispora gefunden und gefangen.

Deshalb geht mir das Buch besonders nahe. Viele Orte und Stationen habe ich sofort wiedererkannt. Das Leben und Leiden des Heinz Höher im Buch sehr emotinal miterleben können. Das liegt aber auch daran, das Ronald Reng so schreibt, dass man ihm leicht folgend kann. Ohne zu viel Pathos, mit einer Sachlichkeit, die den eigenen Gefühlen den nötigen Raum lässt.

480 Seiten müssen erst einmal gefüllt werden ohne langatmig oder langweiligzu werden. Reng und Höher haben das problemlos geschafft. Kompliment für ein Buch über einen nicht einfachen Mann, persönliche Schicksalsschläge, Alkohol, Hoffnung, Einsamkeit und ein Stück VfL...

Eines der besten Bücher die ich gelesen habe und bestimmt in ein paar Jahren noch einmal zur Hand nehmen werde.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Selbstzerstörung beim VfL



Versuchte Schadensbegrenzung


„All die Jahre stehst Du da, wie ein Fels so stark und fest. Der sich selbst von größten Wellen nicht vom Platz vertreiben lässt“ klingt es vor jedem VfL-Heimspiel durchs Stadion. Es wird Zeit einen neuen Text oder ein neues Lied zu suchen, denn der VfL ist dabei, sich selber zu zerstören. Es ist mehr ein Sandstein oder ein Hügel Kieselsteine, die an der Castroper zu sehen sind. Es braucht nicht mehr viel, um auch diesen, und damit den Profifußball und den Verein wie wir ihn seit Jahrzehnten kennen, hinweg zu spülen.

Es scheint, als ob an fast ausnahmslos jeder Stelle daran gearbeitet wird immer ein Stück mehr zu zerstören. Neue Gräben tun sich auf, alte Spannungen entladen sich. Der Schrecken ohne Ende läuft auf ein schreckliches Ende hinaus. Noch nie war der VfL dem totalen Abgrund so nahe wie jetzt, wo auch bei Opel die Lichter ausgegangen sind.

Dienstag, 11. November 2014

Raus und Ruhe oder Ruhe und Raus

Mit dem späten Ausgleich in Kaiserslautern haben die beiden zuletzt erfolglosen Terodde und Sestak dem VfL und Trainer Neururer etwas Ruhe verschafft. Ruhe, die beim nächsten Heimspiel gegen den nächsten Tabellenletzten Aalen sehr schnell wieder den lauter werdenden „Raus!“-Rufen weichen kann, sollte der VfL keine überzeugende Leistung abliefern und den ersten Heim-Dreier einfahren.