Dienstag, 19. Mai 2015

Partnerwahl nicht leicht gemacht...



Es war ein besonderes Highlight für mich, denn (aus verschiedensten Gründen, angefangen von Urlaub über Fußbruch und dienstliche Termine), war das letzte Auswärtsspiel des VfL in dieser Saison auch mein einziges. So wenig war noch nie. Trotz gutem Start letztendlich auch auf dem Platz. Wenn das gesamte lange Wochenende in Hamburg nicht so schön und das Saisonfinale für den VfL nicht schon entschieden gewesen wäre, der Ärger hätte länger als bis zum Maschener Kreuz angehalten...

Dass Stani Sestak die Gelegenheit nutzt, den Verein zu wechseln und über Spielpraxis bei einem anderen Verein noch versucht eine Chance auf die Nationalmannschaft zu bekommen ist nachvollziehbar. Die Trennung ist in Ordnung, trotz seiner Tore und Vorlagen. Das muss jetzt Gregoritsch übernehmen, dessen Potential Verbeek hoffentlich heraus zu entwickeln vermag.

Dienstag, 28. April 2015

Parallelen ?


Die Nachricht, dass der VfL in der kommenden Saison seinen Lizenzspieleretat um 500.000€ erhöht, und 19.000 Zuschauer im Stadion wären eine hervorragende Momentaufnahme, wenn da nicht einmal mehr die sportliche Situation wäre. Schaute man vor wenigen Wochen noch Richtung oberes Tabellendrittel, so geht der ängstliche Blick nach den vier ernüchternden Niederlagen nun auf Platz 16 und die Spiele der Kellerkinder Aue, Aalen, Pauli, München und Fürth. Alleine deren fortwährende Schwäche und die 7 Punkte Vorsprung verhindern den Ausbruch einer blanken Panik, aber weitere Niederlagen des VfL, vor allem gegen Aalen und St. Pauli, können die Situation noch einmal ändern. 

Dienstag, 7. April 2015

Matador Gertjan, pack den Stier an den Hörnern!


Kann so im Shop bestellt werden...

Nur die Schlagzeilenpresse wollte aus dem Spiel in Darmstadt nochmal einen Angriff auf die Aufstiegsplätze machen. Das es rechnerisch und sportlich nicht reicht hat die Mannschaft, trotz starker Unterstützung ihrer Anhänger, aber auch dem letzten Optimisten gezeigt.  Nun dürfen wir auf ein Saisonfinale freuen, wo es für uns um nichts (außer der Weiterentwicklung und möglichst viel Freude), für unsere Gegner aber um alles geht. Während wir in München, Aalen und St. Pauli die Gastgeber weit in Richtung 3. Liga schießen können haben wir zu Hause die tatsächlichen (Lautern, Ingolstadt) und den vermuteten Aufsteiger Leipzig zu Gast bevor am 34. Spieltag mit dem SV Sandhausen das bis dahin wahrscheinlich gerettete Überraschungsteam die Saison für uns beschließt.

Auch wenn es mit Blick auf die kommende Saison gar nicht so schlecht wäre, wenn Leipzig und Lautern statt Ingolstadt und Darmstadt aufsteigen, hoffen wir doch noch auf eindrucksvolle Auftritte der Verbeek-Jungs, die sich weiter zu einer starken Mannschaft entwickeln, mit der wir in die nächste Saison starten können. 

Dienstag, 24. Februar 2015

Eine gute Nullnummer kann Hoffnung machen


Auch Thomas Eisfeld steht für den
momentanen Aufwärtstrend

Es war ein 0:0 der ziemlich guten Art. Natürlich mit Einschränkungen, im Abschluss, zeitweise in der Abwehr und punktuell in Sachen unnötige Gelb-Rot-Gefährdung (Latza, Perthel), aber mit vielen lange vermissten Qualitäten, die sich schon im Heimspiel gegen Braunschweig andeuteten. Ob dies tatsächlich nachhaltig die Handschrift des neuen Trainers ist  oder erneut nur ein temporäres Aufflackern der Qualität einer Mannschaft, die offensichtlich zu mehr in der Lage ist, als sie zumeist zeigt, wird sich wie immer zeigen.

Erstaunlich ist, dass sich gleich drei personelle Veränderungen so positiv auszuwirken scheinen. Michael Esser strahlt bei konstant guter Leistung mindestens genau so viel Ruhe aus wie Kapitän Luthe. Thomas Eisfeld hat sich schnell ins Team gespielt und überzeugt weit mehr als es Tasaka regelmäßig macht. Bessere Standards, besserer Blick, größere Genauigkeit. Selim Gündüz rackert eifrig, hat Zug zum Tor und Selbstbewusstsein. Manchmal etwas ungestüm und fehlende Übersicht, aber das darf getrost der mangelnden Erfahrung zugeschrieben werden. Er scheint einen guten Weg zu gehen und verdünnt die Luft für Sestak und Latza die ihrerseits noch viel vermissen lassen.  

Montag, 23. Februar 2015

111 Gründe, den VfL Bochum zu lieben

Natürlich ein Muss. Mit dem Autor verbrachte ich die Auswärtsfahrt zur Pokalniederlage im Viertelfinale in Stuttgart und konnte das Buch daherbesser lesen, da ich einen kleinen Eindruck hatte, wie Tom so "tickt", ergänzt um seine regelmäßigen Blog-Artikel.

111 Gründe, den VfL zu lieben muss man erst einmal finden und auch noch zu Papier bringen. Der Autor bringt natürlich viele eigene Erlebnisse mit, die auch abseits des eigentlichen Spielgeschehens, abseits der Mannschaft, der Erfolge und Pleiten spielen. Das sind oftmals nette Geschichten, manchmal sich wiederholende Pointen, aber niemals langweilige Abschnitte auf dem Weg zu 111.

Erstaunlich, aber leztendlich doch nicht wirklich, dass sich unsere Wege so oft gekreuzt haben.Natürlich Lüttich, natürlich Meppen, natürlich Aachen, natürlich Pokalfinale. Nix fehlt, kein Ata, kein Fiege, kein Tiger, keine Zaubermaus, keine Regenbogentrikots, nicht das 5:6, nicht die Currywurst, ncht die Alm und nicht der tanzende Trainer.

Und schön, dass man ein paar Ungenauigkeiten findet und feststellen kann, dass man das eine oder andere Ereignis noch sehr gut in Erinnerung hat..:

1.) Yoo-Sung Kim spielt beim ersten Spiel in Meppen und nicht im zweiten. Er flog sogar vom Platz. Ich war dabei. 
2) Das dritte Relegationsspiel Fortuna Köln - BVB endete in Düsseldorf 0:8 (nicht 0:7). Ich war bei allen drei Spielen dabei. 
3) Peter der Retter gewann bei seiner Rückkehr 4 Spiele in Folge (nicht 5). Cottbus, Pauli, Sandhausen, Köln. Die letzten beiden Spiele (gegen FSV und Union) wurden verloren. 
4) Beim Bochumer Aufstiegsspiel in Aachen (bin ich von Schwerin aus hingereist) spielte parallel Mainz bei Union Berlin und nicht zu Hause

Sorry, Tom, das musste sein ...

Ein Buch zum gerne lesen. Ein Buch zum Erinnern. Vielen Dank dafür.

Spieltage - Die andere Geschichte der Bundesliga


Heinz Höher kennt vielleicht nicht jeder. Vor allem jüngere Fußballfans und solche, die nicht aus dem Fußballwesten kommen, sei es verziehen. Aber einigen anderen dürfte Heinz Höher ein Begriff sein. Und er ist es letztendlich auch, wegen dem ich vor knapp 40 Jahren VfL Bochum Fan geworden bin.

Heinz Höher kommt aus Leverkusen, ging gut 30 Jahre vor mir, in die gleiche Schule, in die gleiche Kirche und wohnte in der gleichen Siedlung. Als er nach seiner aktiven Karriere bei Bayer Leverkusen, dem MSV Duisburg, Twente Enschede und zuletzt bei VfL Bochum, mit dem er das DFB-Pokalfinale erreichte, Trainer wurde (1972-1979 beim VfL) bekam ich über seinen Neffen Lutz und meinen Bruder die ersten VfL-Devotionalien. Damit war meine Fan-Zukunft entschieden. Der VfL hatte mich in der Dispora gefunden und gefangen.

Deshalb geht mir das Buch besonders nahe. Viele Orte und Stationen habe ich sofort wiedererkannt. Das Leben und Leiden des Heinz Höher im Buch sehr emotinal miterleben können. Das liegt aber auch daran, das Ronald Reng so schreibt, dass man ihm leicht folgend kann. Ohne zu viel Pathos, mit einer Sachlichkeit, die den eigenen Gefühlen den nötigen Raum lässt.

480 Seiten müssen erst einmal gefüllt werden ohne langatmig oder langweiligzu werden. Reng und Höher haben das problemlos geschafft. Kompliment für ein Buch über einen nicht einfachen Mann, persönliche Schicksalsschläge, Alkohol, Hoffnung, Einsamkeit und ein Stück VfL...

Eines der besten Bücher die ich gelesen habe und bestimmt in ein paar Jahren noch einmal zur Hand nehmen werde.